Teil 20

Das Vorstellungsgespräch (3)

Auch Ihre Fragen und ein ordentlicher Gesprächsabschluss gehören zum Vorstellungsgespräch. Außerdem: Ein paar Beurtielungskriterien von Personalchefs und warum bei einer Absage Nachfragen keine Schande ist.

6. Ihre Fragen

Jetzt haben Sie die Möglichkeit alles zu erfragen, was für Ihre Entscheidungsfindung wichtig ist und was sich nicht schon im Laufe des Gespräches hat klären können, etwa was das Unternehmen für Erwartungen an Sie hat, mit wem Sie zusammenarbeiten werden, usw.

7. Abschluss/Verabschiedung

Die finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen müssen noch besprochen werden. Ist klar, dass noch ein zweites Gespräch zum Auswahlverfahren gehört, kann dies durchaus dort erst verhandelt werden. Sonst wird das weitere Vorgehen an dieser Stelle vereinbart. Bei Fragen über das Gehaltsangebot sollten Sie sich vorher über die üblichen Tarife informieren, zudem ist es günstiger mit einem Jahreszieleinkommen zu arbeiten. Ihre Gesprächspartner werden sich bei Ihnen für das Gespräch bedanken und man verabschiedet sich. Wie auch immer das Gespräch aus Ihrer Perspektive verlaufen sein mag, bewahren Sie Haltung und seien Sie so höflich wie zu Beginn. Ein Lächeln erfüllt auch hier seinen Zweck.

Kriterien von Personalchefs: Personalchefs und Personalberater filtern Kandidaten an Hand von Beurteilungsbögen, die später in die Akten kommen.

Auftreten: sehr gehemmt - nervös - unbefangen - ausgeglichen - sehr selbstsicher - sympathisch - sicher - sprachgewandt.

Redegewandtheit: geringer Wortschatz - sehr schweigsam - formuliert nicht gut - spricht langsam, aber klar und deutlich - sehr gut und treffend.

Auffassungsgabe: braucht mehr Erklärungen als andere - wirkt unkonzentriert - nicht immer schnell genug - erfasst schnell das Wesentliche.

Einstellung zur Position: hätte lieber eine andere Position - sieht die Position nur als Übergangslösung - traut sich die Position nicht ganz zu - sehr positiv, hat großes Interesse.

Eignung vom Typ her: von nicht geeignet bis sehr gut geeignet.

Fachkenntnisse: von nicht geeignet über branchenfremd bis hoch qualifiziert

Berufserfahrung: keine bis sehr viel Erfahrung.

Persönlicher Eindruck: mit dem Bewerber nicht zurechtgekommen - Bewerber war reserviert, kein Kontakt - zurückhaltend, aber nicht unsympathisch - sehr sympathisch, guter Kontakt

Die Nachbereitung

Nehmen Sie sich Zeit dafür, jedes Vorstellungsgespräch genauso ausführlich nachzubereiten wie Sie sich darauf vorbereitet haben.Wenn Sie mehrere Gespräche innerhalb kurzer Zeit führen, wird Ihnen das eine große Hilfe sein, gegebenenfalls eine Entscheidung zu treffen.

Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll an und halten Sie Ihre Eindrücke schriftlich genau fest.

Der Idealfall: Sie haben überzeugt und das Unternehmen möchte Sie einstellen. Herzlichen Glückwunsch! Der nächste Schritt ist jetzt, sich über den Arbeitsvertrag einig zu werden.

Die Absage: Erhalten Sie eine Absage per Standardbrief ohne genaue Begründung, scheuen Sie sich nicht, noch einmal telefonisch nach den genauen Gründen zu fragen.

Wie auch immer die Entscheidung aussehen wird, auf jeden Fall sind Sie um eine Erfahrung reicher - und bei einer Absage fit für das nächste Gespräch.

Jochen Maigatter

Weitere Informationen: www.bewerbe.de

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