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Die gesetzliche Ruhezeit kann in Krankenhäusern von elf auf zehn Stunden verkürzt werden. Innerhalb von vier Wochen muss es dafür einen Ausgleich geben.

Körperliche Belastung

Wie viele Stunden müssen Schichtarbeiter ruhen?

Manche Menschen müssen nachts arbeiten. Dabei müssen sie zwischen den Schichten eine Ruhepause einlegen. Die genaue Stundenzahl schreibt das Arbeitszeitgesetz vor. In einigen Tätigkeitsfeldern gibt es jedoch Ausnahmen.

Schichtarbeit ist hart - und eine Herausforderung für den Körper. Deshalb gibt es gesetzliche Ruhezeitregelungen. „Das Arbeitszeitgesetz sieht eine Pause von mindestens elf Stunden zwischen zwei Einsätzen vor“, sagt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Die Regelung beinhaltet auch, dass Arbeit von zu Hause die Ruhezeit unterbricht. Die elfstündige Pause beginnt dann von vorne. In bestimmten Tätigkeitsfeldern darf die sogenannte Ruhezeit aber unterschritten werden.

Schichtarbeit: Es gibt Sonderregelungen

Maximal eine Stunde (auf zehn Stunden) kann sie beispielsweise in Krankenhäusern, Verkehrsbetrieben, Rundfunkanstalten, Tierhaltung und Gastwirtschaft verkürzt werden - das muss aber innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit ausgeglichen werden.

Durch Tarifverträge oder auf Basis von Betriebsvereinbarungen ist sogar eine Verkürzung auf neun Stunden möglich, wenn die Art der Arbeit das erfordert. Zum Beispiel gilt eine Sonderregelung für die Landwirtschaft, da beispielsweise Erntetätigkeiten witterungsabhängig sind.

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