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Darum sollten Sie bei der Arbeit Emojis verwenden

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Von: Janine Napirca

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Immer mehr Kommunikation im Berufsleben läuft digital. Deshalb ist es wichtig, bei Nachrichten an Ihre Arbeitskollegen und -kolleginnen Emojis zu verwenden.

Durch die Corona-Pandemie wurden zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt – zumindest in den Berufen, in denen dies möglich war. Nun ist die gesetzliche Homeoffice-Regelung vorbei. Trotzdem halten die meisten Unternehmen an Homeoffice fest. Viele Firmen haben sich für ein hybrides Modell entschieden, bei dem Angestellte einen Teil der Arbeitszeit im Büro verbringen und die restliche Zeit von zu Hause aus arbeiten.

Das Arbeiten von zu Hause aus hat viele Vorteile: Man spart sich den Arbeitsweg und gibt kein Geld für öffentliche Verkehrsmittel oder Sprit für das Auto aus. Auf der anderen Seite kann jedoch auch das Arbeitsklima darunter leiden, wenn die Belegschaft nicht jeden Tag im Büro ist. Umso wichtiger ist es, für eine gute Stimmung unter Kolleginnen und Kollegen zu sorgen. Der Schlüssel zu einer guten Arbeitsatmosphäre im Team heißt Kommunikation.

Tun Sie sich im Homeoffice schwerer, Aufgaben zu erledigen? Diese Tipps helfen Ihnen, „Aufschieberitis“ im Job zu vermeiden.

Homeoffice: Messenger-Dienste wie Google Chat, Slack und Co werden immer wichtiger für die Kommunikation

Im Homeoffice funktioniert die Kommunikation größtenteils über Messenger-Dienste wie Google Chat oder Slack. Auch wenn ab und zu Telefonate und Video-Calls beispielweise über Zoom anstehen, läuft der Großteil über Chatnachrichten. Auch Mails werden im Arbeitskontext häufig verwendet. Aber schriftliche Kurznachrichten oder E-Mails haben gegenüber Video-Calls oder dem guten alten Büroplausch einen großen Nachteil.

Mensch mit Laptop auf dem Smileys bzw. Emojis zu sehen sind
Eine gute Kommunikation ist im Arbeitsumfeld sehr wichtig und da gehört es mittlerweile zum guten Ton dazu, in Nachrichten Emojis zu benutzen. © Ulrich Roth/Imago

Man muss bei Chat-Nachrichten und E-Mails an Kolleginnen und Kollegen immer überlegen, wie diese beim Gegenüber ankommen

Aditi Paul, Assistenzprofessorin an der Pace University, konzentriert sich in ihrer Forschung auf den Einfluss der Technologie auf die zwischenmenschliche Kommunikation., wie aus einem Bericht des Businessinsiders hervorgeht.

Die Umsetzung von Gedanken in einer schriftlichen Mitteilung ist etwas ganz anderes als das Aussprechen von Worten in einem Meeting. Man muss seine Botschaft durchdenken, den Kontext berücksichtigen und sich vorstellen, wie sie letztendlich interpretiert werden wird.

Aditi Paul, Assistenzprofessorin an der Pace University

Um sicherzugehen, dass die geschriebene Nachricht so bei Ihren Kolleginnen und Kollegen oder auch bei Ihren Vorgesetzten ankommt, wie Sie sie wirklich meinen, ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Abhilfe schaffen können in Slack-Nachrichten oder E-Mails daher Emojis. Die Smileys erleichtern es, Gefühle zu transportieren, die allein mit geschriebenen Worten häufig nicht vermittelt werden können.

Kommunikation im Büro: Nicht nur verbal, auch non-verbale Gesten und Mimik sind im Team wichtig

Laut Jeanine Turner, Professorin an der Georgetown University in Washington, D.C. gehören zu einer erfolgreichen Kommunikation nicht allein nur Worte. Oft viel wichtiger als das, was gesagt wird, ist, wie etwas gesagt wird. Körpersprache durch Mimik und Gestik, Tonfall der Stimme, aber auch der räumliche Kontext spielen in die Kommunikation mit hinein. Ihr zufolge hat man in einem Kontext, in dem nur via Chat oder Mail kommuniziert wird, das Bedürfnis, non-verbale Kommunikation mittels Smiley oder Emojis zu ergänzen

Im Homeoffice können sich Beziehungen gar nicht anders entwickeln. Ohne die Möglichkeit, jemanden bei der Happy Hour oder bei einem Stück Geburtstagskuchen in der Büroküche kennenzulernen, muss man Beziehungen über Slack und E-Mail aufbauen.

Jeanine Turner, Professorin an der Georgetown University in Washington D.C.

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Je weniger man seine Arbeitskolleginnen und -kollegen bzw. seine Vorgesetzten kennt, umso schwieriger ist es, einzuschätzen, wie das Geschriebene genau gemeint ist. Auch umgekehrt ist es nicht so leicht, wenn man eine Person nicht gut kennt, zu vermitteln, wie man etwas sagen möchte. Aditi Paul von der Pace University ist überzeugt, dass man am Arbeitsplatz mit „Klarheit und Einfühlungsvermögen“ kommunizieren muss. Dabei können eindeutige Smileys und Emojis Ihnen helfen, in Chatnachrichten auszudrücken, wie Sie etwas meinen.

Man muss sich Gedanken darüber machen, wie die Botschaft bei den Adressaten ankommt, das macht einen achtsamer und sensibler.

Aditi Paul, Assistenzprofessorin an der Pace University

Sie sollten zukünftig also darüber nachdenken, ob rein schriftliche Chatnachrichten nicht viel negativer bei Ihrem Team ankommen, als diese eventuell gemeint sind, und ob Sie nicht doch ab und an ein paar mehr Smileys und Emojis in Ihre Nachrichten und E-Mails einbauen können. (jn)

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