Verlassen des Arbeitsplatzes ist keine Kündigung

Mainz/Berlin. Wenn ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz einfach verlässt, ist das noch keine Kündigung. Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin.

Mainz/Berlin. Wenn ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz einfach verlässt, ist das noch keine Kündigung. Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin.

Selbst wenn der Arbeitgeber ihm mitteilt, dass er den Wunsch des Arbeitnehmers nach einem Aufhebungsvertrag akzeptiere, sind die Voraussetzungen für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch nicht gegeben. Entsprechend urteilte das Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 9 Sa 411/07).

Der Arbeitgeber hatte das Verlassen des Arbeitsplatzes als fristlose Kündigung bewertet. Genau das teilte er dem Arbeitnehmer schriftlich mit und erklärte, dass er mit dessen Wunsch auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages einverstanden sei. Damit war das Arbeitsverhältnis aber nicht beendet, so das Gericht. Denn die Schriftform der Kündigung sei nicht gewahrt gewesen. Damit scheide auch die Annahme eines Aufhebungsvertrages aus. Schließlich enthalte das Schreiben des Arbeitgebers keine Kündigungserklärung. Derartige Bestätigungsschreiben seien auch nicht als Kündigungserklärung auszulegen, so die Richter. (dpa/tmn)

Informationen: Deutsche Anwaltauskunft, Telefon: 01805/18 18 05 (für 14 Cent pro Minute)

Deutsche Anwaltauskunft: www.anwaltauskunft.de

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