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Ausstehender Resturlaub verfällt nicht, auch wenn Angestellte ihn nach der ersten Babypause wegen einer weiteren Elternzeit nicht nehmen können. (Bild: dpa-infocom)

Urlaubsanspruch auch bei zwei Elternzeiten in Folge

Erfurt (dpa/tmn) - Nehmen Angestellte zwei Elternzeiten in Folge, verfallen dadurch nicht die Urlaubsansprüche aus der vorangegangenen Zeit. Das geht aus

Erfurt (dpa/tmn) - Nehmen Angestellte zwei Elternzeiten in Folge, verfallen dadurch nicht die Urlaubsansprüche aus der vorangegangenen Zeit. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt vom Dienstag (20. Mai) hervor (Az.: 9 AZR 219/07).

Den Richtern zufolge muss ausstehender Resturlaub weiter übertragen werden, wenn Mütter und Väter ihn nach der ersten Babypause wegen einer weiteren Elternzeit nicht nehmen können. Bislang hatten die Gerichte in solchen Fällen genau umgekehrt geurteilt: Demnach verfiel ausstehender Urlaub, wenn er nicht bis zum Ende des Folgejahrs nach einer Elternzeit angetreten wurde.

In dem Fall hatte eine berufstätige Mutter nach einer knapp dreijährigen Elternzeit wegen der Geburt ihres zweiten Kindes nahtlos eine zweite Jobpause eingelegt. Als das Arbeitsverhältnis in dieser Zeit endete, forderte sie von ihrem Chef eine Abgeltung für noch ausstehenden Urlaub aus der Zeit vor der ersten Elternzeit. Das Bundesarbeitsgericht gab der Frau im Gegensatz zur Vorinstanz Recht: Das vorangegangene Urteil sei nicht mit einer europarechtskonformen Auslegung des Gesetzes zur Elternzeit vereinbar.

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