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Unternehmensberater: Nachhaltigkeit selten Chefsache

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Nachhaltigkeit in Unternehmen
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung betrifft oft alle Firmenbereiche. Die Unternehmensberatung PwC hält es daher für sinnvoll, einen Chief Sustainability Officer einzusetzen. © Robert Günther/dpa-tmn

Unternehmen werden inzwischen auch daran gemessen, wie nachhaltig sie sind. Da Klimaschutz und soziale Verantwortung meist alle Firmenbereiche betreffen, sollten sich Führungskräfte darum kümmern. Nur selten ist das einer Studie zufolge aber der Fall.

München - Nachhaltigkeit ist laut einer Studie der Unternehmensberatung PwC in den meisten Unternehmen noch keine Chefsache. Nur knapp 30 Prozent der weltweit 1640 untersuchten Unternehmen haben demnach einen Nachhaltigkeitsmanager auf erster oder zweiter Führungsebene.

Vorreiter sei Frankreich, wo bereits 57 Prozent der befragten Firmen einen sogenannten Chief Sustainability Officer (CSO) im Topmanagement habe, gefolgt von den USA (47 Prozent) und Indien (44 Prozent). Deutschland landete der am Freitag veröffentlichten Studie zufolge mit 35 Prozent im oberen Mittelfeld. In China dagegen hätten nicht einmal 3 Prozent der untersuchten Unternehmen einen Nachhaltigkeitsmanager im Topmanagement.

Zunehmend wichtiger Erfolgsfaktor

„Nachhaltigkeit ist für Unternehmen zunehmend ein wichtiger Erfolgsfaktor und sollte vermehrt als Innovationstreiber gesehen werden“, sagte der Leiter der PwC-Strategieberatung Strategy&, Peter Gassmann. Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung hätten sich zu wichtigen Bewertungskriterien für Unternehmen entwickelt: Davon „hängt nicht nur der Zugang zu Finanzierung, sondern auch die Wahrnehmung des Unternehmens auf dem Talentmarkt sowie in der breiteren Öffentlichkeit ab“.

Nachhaltigkeit betreffe sämtliche Bereiche einer Firma und könne keine Zusatzaufgabe sein, sondern sollte zentral bei einem CSO auf erster oder zweiter Führungsebene angesiedelt werden, sagte Gassmann. 98 Prozent der im Nachhaltigkeits-Ranking von Refinitiv/Bloomberg mit Höchstnoten bewerteten Unternehmen hätten einen CSO oder einen „CSO light“.

Branchen, die bereits mehr Druck von Gesetzgebern, Investoren und Öffentlichkeit für mehr Nachhaltigkeit spüren, haben laut Studie häufiger einen CSO. „Verbrauchernahe Industrien mit hohem Energiebedarf wie zum Beispiel die Konsumgüterindustrie (50%) oder die Chemiebranche (45%) und die Öl- und Gasindustrie (42%) nehmen eine Vorreiterrolle bei der CSO-Besetzung ein.“ Und „größere Firmen (nach Umsatz und Mitarbeitern) haben mehr CSOs“. dpa

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