Kleiner Schwindel, mehr Freizeit: Oft ist die Verlockung groß, sich einfach mal eine Auszeit zu gönnen. Doch zu absurd sollte die Ausrede für den Vorgesetzten besser nicht sein.
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Kleiner Schwindel, mehr Freizeit: Oft ist die Verlockung groß, sich einfach mal eine Auszeit zu gönnen. Doch zu absurd sollte die Ausrede für den Vorgesetzten besser nicht sein.

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Die unglaublichsten Ausreden der Blaumacher

  • vonGesa Schölgens
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Kollegin Schmidt ist heute nicht im Büro. Ihre Ausrede: „Ich bin in einer guten Laune aufgewacht und wollte mir diese nicht versauen.“ - Wir zeigen zehn absurde Krankmeldungen, die kluge Arbeitnehmer besser nicht nachmachen.

Seit mehreren Jahren listet das Karriere-Portal CareerBuilder die unglaublichsten Ausreden von Blaumachern in verschiedenen Ländern auf. Und die haben es in sich: Im vergangenen Jahr meldete sich zum Beispiel ein Angestellter in den USA ab, weil sein Gebiss aus dem Fenster geflogen sei - als er gerade über die Autobahn fuhr. Eine andere Mitarbeiterin behauptete, jemand habe ihr die Fenster und Türen zugeklebt, so dass sie nicht aus dem Haus gehen könne.

Ebenfalls eine schöne Begründung fürs Nicht-Erscheinen: Ein Angestellter erklärte, ein Geist in seinem Haus habe ihn die ganze Nacht wach gehalten - nun sei er einfach zu müde, um ins Büro zu fahren.

Auch in diesem Jahr ist die Hit-Liste der Job-Ausreden wieder einmal absurd bis urkomisch. So hatte ein Arbeitnehmer nach eigenen Angaben das Gefühl, er hätte auch noch am Montag im Casino bleiben müssen. Nach einer Glückssträhne am Wochenende sei noch zu viel Geld übrig gewesen. Eine andere Angestellte sagte auf der Arbeit Bescheid, sie können nicht kommen, weil sie „in einer guten Laune aufwacht“ sei - und nicht willens sei, diese wieder zu ruinieren. Diese Ausreden stammen aus einer Umfrage von August und September 2014, befragt wurden 3000 Berufstätige und 2000 Personalbeauftragte in den USA.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass Arbeitnehmer die blau machen ein hohes Risiko eingehen. Fast ein Fünftel der Arbeitgeber (18 Prozent) gab an, sie hätten schon einmal einen Mitarbeiter gefeuert, weil dieser eine Krankheit oder einen anderen Grund nicht zu kommen vortäuschte.

Tipp: Wenn Sie krankfeiern, sollten Sie nicht stattdessen an den Strand fahren und dies bei Facebook posten. Fast ein Viertel der befragten Personaler (24 Prozent) ertappte einen Arbeitnehmer auf diese Weise bei einer Lüge. Facebook und andere soziale Netzwerke sind schließlich schnell gecheckt, und das geschieht gar nicht mal so selten: Ein Drittel der Arbeitgeber überprüft laut einer Umfrage von CareerBuilder Deutschland Mitarbeiter, die sich krank melden.

Wenn Sie also wirklich krank sind, bleiben Sie zu Hause, statt Ihre Kollegen im Büro anzustecken. Wenn Sie einfach nur blau machen wollen, täuschen Sie eine Grippe vor. Aber lassen Sie bitte die Finger von einer der folgenden zehn Ausreden:

1. Ich habe gerade einen Auflauf in den Backofen geschoben.

2. Mein Schönheitschirurg brauchte etwas mehr Zeit für die „Feinabstimmung“, damit das Endergebnis gut wird.

3. Ich saß im Bad, meine Arme und Beine schliefen ein. Als ich aufstand, bin ich gestürzt und habe mir das Sprunggelenk gebrochen.

4. Ich war das ganze Wochenende im Casino und hatte am Montag immer noch Geld zum Zocken übrig.

5. Ich bin in einer guten Laune aufgewacht und wollte mir diese nicht versauen.

6. Ich hatte einen One-Night-Stand und wusste nach dem Aufwachen nicht, wo ich bin.

7. Ich saß im Blutdruck-Messgerät in der Apotheke fest und konnte mich nicht befreien.

8. Ich hatte einen Gallenstein und wollte komplett ausheilen.

9. Ich habe meine Uniform in Brand gesetzt, als ich sie in der Mikrowelle trocknen lassen wollte.

10. Ich bin aus Versehen in ein Flugzeug gestiegen.

Dass solche dummen Blaumacher-Ausreden aber eher die Ausnahme sind, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage: Demnach gehen knapp zwei Drittel aller Angestellten zwischen 25 und 40 Jahren auch krank zur Arbeit. In Auftrag gegeben wurde die Studie von der Krankenkasse DAK. Danach kuriert sich vor allem die durch Karriere und Familie belastete „Rushhour“-Generation zwischen 30 und 40 Jahren nicht aus.

Mehr als jeder Dritte von ihnen (36 Prozent) ging an drei bis zehn Tagen krank zum Job. „Viele haben schlicht Angst, dass eine Krankschreibung ihren Job gefährden könnte“, erläuterte Diplom-Psychologe Frank Meiners die Beweggründe.

Darüber hinaus ist Blaumachen ohnehin für gut 85 Prozent der deutschen Arbeitnehmer tabu - nur knapp 14 Prozent sind laut CareerBuilder bereit, es zu tun oder haben es bereits getan. (gs/mit Material von dpa)

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