Ungenauigkeit im Arbeitszeitnachweis: Kündigung möglich

Frankfurt/Main (dpa) - Auch kleine Ungenauigkeiten beim Ausfüllen von Arbeitszeitnachweisen können die fristlose Kündigung wegen Betrugsverdachts

Frankfurt/Main (dpa) - Auch kleine Ungenauigkeiten beim Ausfüllen von Arbeitszeitnachweisen können die fristlose Kündigung wegen Betrugsverdachts rechtfertigen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

Die Richter wiesen die Klage eines Monteurs zurück und bestätigten dessen fristlose Entlassung (Az.: 7 Ca 6552/07). Obwohl die Belegschaft mehrfach aufgefordert worden war, ihre sogenannten Stundenzettel beim Einsatz auf auswärtigen Baustellen exakt auszufüllen, wich die von dem Monteur angegebene Arbeitszeit in zwei Fällen um jeweils eine Stunde von der seiner Kollegen ab. Zur Rede gestellt, sagte er, er habe die Berichte versehentlich falsch ausgefüllt. Darüber hinaus sei ja kein Schaden entstanden.

Laut Urteil ist der Verdacht des Arbeitszeitbetruges jedoch so gravierend, dass eine fristlose Kündigung als gebotene Sanktion erscheine. Die zahlreichen Hinweise der Vorgesetzten, fehlerhaftes Ausfüllen könne ernsthafte Konsequenzen haben, hätten den Arbeitnehmer zu exakter Dokumentation seiner Arbeitszeit anhalten müssen.

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