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Trotz Smartphone die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen

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Auch nach dem Feierabend sind viele noch für die Arbeit am Smartphone zu erreichen.
Auch nach dem Feierabend sind viele noch für die Arbeit am Smartphone zu erreichen. © dpa

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt es mit sich, dass viele Menschen auch nach dem Feierabend noch Mails lesen und für den Job erreichbar sind. Mit diesen Tipps schaffen Sie es, richtig abzuschalten.

Feierabend sollte eigentlich bedeuten, dass die Menschen ihre Arbeit ruhen lassen. Doch mit der zunehmenden Digitalisierung erhöht sich die ständige Erreichbarkeit. Dienst-Mails werden auf das private Smartphone umgeleitet, abends können von zu Hause noch einmal schnell die Nachrichten auf dem Laptop gecheckt werden.

Durch diese Entwicklung riskieren Arbeitnehmer laut einer neuen Studie ihre Gesundheit und ein harmonisches Familienleben. Jeder vierte Arbeitnehmer fühlt sich in seinem Privat- und Familienleben durch seine Arbeitsanforderungen beeinträchtigt, ergab eine Studie der Universität St. Gallen, die im Auftrag der Krankenkasse Barmer GEK in Kooperation mit der Zeitung „Bild am Sonntag“ entstand.

Jüngere Arbeiter sehen Entwicklungen positiver

Viele vor allem Jüngere sehen neue Techniken im Job aber auch positiv, zeigten die Umfragen. 59 Prozent der unter 30-Jährigen sagen, dass die Technologie sie im persönlichen Leben produktiver macht - aber nur 46 Prozent der über 60-Jährigen.

Doch Segen und Fluch liegen nah beieinander: Die Jungen sehen sich stärker gezwungen, schneller zu arbeiten (21 Prozent) und klagen darüber, mehr Arbeit verrichten zu müssen als eigentlich möglich (16 Prozent).

Mit diesen Tricks lassen Sie die Arbeit dort, wo sie hingehört

Es ist jedoch nicht schwierig, sich nach Feierabend von der Arbeit zu distanzieren. Prof. Tim Hagemann von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld ist Arbeitspsychologe und gibt Tipps:

1. Diensthandy nur dienstlich nutzen

Viele nutzen ihr Diensthandy zunehmend auch für private Zwecke. Das hat den Vorteil, dass man nicht immer zwei Telefone mit sich herumträgt. Im Idealfall laufen dienstliche und private Kommunikation aber über zwei verschiedene Geräte, sagt Prof. Hagemann. Viele brauchen ihr Smartphone auch nach Feierabend - und es ist schwer, neue, dienstliche E-Mails dann zu ignorieren.

2. Smartphonefreie Zeiten

Im Idealfall schaffen sich Berufstätige für den Abend smartphonefreie Zeiten. Das kann zum Beispiel so aussehen: Wer auf dem Heimweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann sich vornehmen, dort ein letztes Mal die beruflichen E-Mails abzurufen und dann das Smartphone wegzulegen, sobald man zu Hause angekommen ist.

3. Software nutzen

Ganz das Smartphone weglegen wollen viele aber auch nicht. Was ist, wenn es Anrufe bei Notfällen gibt? Hier kann Software helfen. Der „Do not Disturb“-Modus bei Apple oder Android-Geräten blockiert Anrufe oder Benachrichtigungen.

Dabei kann man Ausnahmen wie den Wecker oder Anrufe bestimmter Personen erlauben. Die Notfall-Einstellung lässt Anrufe etwa nur durch, wenn eine Person innerhalb weniger Minuten mehrmals anruft.

4. Smartphone-Nutzung analysieren

Wer einen Überblick bekommen will, wie viel Zeit man täglich mit dem Smartphone verbringt, kann zu Apps wie Moment (iOS) greifen. Das kleine Programm hält fest, wie häufig man das Telefon aktiviert und welche Programme am meisten Zeit fordern. Auf Wunsch kann man auch Nutzungsgrenzen setzen. Einige Funktionen von Moment sind kostenpflichtig. Checky für Android und iOS ist kostenlos und bietet ähnliche Funktionen. (chs/dpa)

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