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„Toilettenfehler“ und andere Peinlichkeiten

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Peinlich: Für den betroffenen ist ein Hinweis auf den offenen Hosenstall leicht zu ertragen, wenn er diskret platziert wird.
Peinlich: Für den betroffenen ist ein Hinweis auf den offenen Hosenstall leicht zu ertragen, wenn er diskret platziert wird. © dpa

„Entschuldigung, Sie haben einen Toilettenfehler.“ Mit diesem Hinweis wurde früher äußerst ungern und deshalb nur indirekt auf einen offenen Reisverschluss hingewiesen. Und so locker unsere Gesellschaft heute auch sein mag: Solche banalen Peinlichkeiten lassen uns immer noch die Röte ins Gesicht steigen – egal ob wir Betroffener oder Beobachter sind.

Was macht es so schwierig, mit Gegebenheiten wie einem offenen Reissverschluss umzugehen? Unangenehm sind sie eigentlich nur, weil sich der Angesprochene ertappt fühlt, ungeschickt oder schlimmer noch – bloß gestellt. Es gilt also, die Situation zu entspannen.

Ob ein Fleck auf der Brust, Lippenstift auf dem Kragen oder verrutschte Wimperntusche: Machen Sie beidseitig keine große Sache daraus. Denn je verkrampfter man reagiert, desto peinlicher wird es. „Sie sollten Ihre Kleidung korrigieren, beziehungsweise Ihr Make-up auffrischen“, wären angemessene Reaktionen.

Den Nachbarn bekleckern

Bekleckert man seinen Tischnachbarn, entschuldigt man sich selbstverständlich und bietet Kostenerstattung für die Reinigung an – keinesfalls sollte man selbst Hand anlegen und damit die Situation verschlimmern. Dann wird zügig zum Gespräch zurückgekehrt und mit einer positiven Bemerkung signalisiert, dass dieses Missgeschick die Beziehung nicht beeinträchtigt. Versehentliches Aufstoßen, Stottern oder Versprecher werden übrigens unkommentiert übergangen.

Geruch und Schuppen ansprechen

Schwieriger wird es bei wiederkehrenden Problemen wie Mund- und  Schweißgeruch oder Schuppen. Man sollte auf jeden Fall einen ruhigen Moment abpassen und das Problem ohne Dritte ansprechen. Manchmal ist es sinnvoll, diese Aufgabe jemandem zu übertragen, der enger mit demjenigen vertraut ist. Eine Frau kann es besser einer anderen Frau sagen, ein Kollege seinem Kollegen. Aber auch wenn Sie keinen Mittler finden, sollten Sie nicht schweigen. Denn wenn der Chef merkt, dass Sie ihn „offen“ in ein Kundenmeeting haben laufen lassen, reagiert er wahrscheinlich empfindlich. Schließlich ist er auch nur ein Mensch wie wir alle – und durchaus nicht gefeit vor Fettnäpfchen. (ETI)

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