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Viel Arbeit am Computer: Seit dem 1. August gibt es die Ausbildung zum Technischen Systemplaner.

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Technische Systemplaner müssen sorgfältig sein

Gute Mathekenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen: Diese Fähigkeiten sollten alle haben, die den Beruf des Technischen Systemplaners ergreifen wollen. Die Ausbildung wurde zum August neu eingeführt. Sie ersetzt die Lehre zum Technischen Zeichner.

Von Horst Heinz Grimm

Gute Mathekenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen: Diese Fähigkeiten sollten alle haben, die den Beruf des Technischen Systemplaners ergreifen wollen. Die Ausbildung wurde zum August neu eingeführt. Sie ersetzt die Lehre zum Technischen Zeichner.

Noch vor wenigen Jahren diente den Technischen Zeichnern das Reißbrett als Arbeitsplatz. Heute sitzen sie an Computern, um die Vorgaben von Ingenieuren und Designern in technische Skizzen umzusetzen. Die neuen Anforderungen haben den Gesetzgeber veranlasst, zum August den neuen Ausbildungsberuf des Technischen Systemplaners einzuführen. Er löst das Berufsbild des Technischen Zeichners ab.
„Die Fachkräfte werden jetzt stärker in die Entwicklung von neuen Produkten eingebunden als früher. Die Abläufe sind stärker prozessorientiert“, erläutert Dietmar Niedziella vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Und Marlies Dorsch-Schweizer vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn ergänzt: „Das moderne Berufsbild ist den aktuellen Qualifikationsanforderungen angepasst.“
Ohne die Arbeit der Technischen Zeichner und der künftigen Systemplaner wäre es nicht möglich, Maschinen zu produzieren, Anlagen zu bauen oder Gebäude zu errichten. Sie erstellen detaillierte Montageanleitungen und berechnen den Materialbedarf bis auf die letzte Schraube. Sie werden dabei von dem Zeichenprogramm CAD (Computer-Aided-Design) bei ihrer Arbeit unterstützt. 3-D-Technik gehört vielfach schon zum Standard.
Für den Technischen Systemplaner ist die Ausbildung in drei Fachrichtungen möglich: Elektrotechnische Systeme (ETS), Stahl- und Metallbautechnik (SMT) sowie Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT). Unter Letzteres fallen etwa Bereiche wie Heizung und Klimageräte.
Dabei müssen junge Leute den Technischen Systemplaner und den Technischen Produktdesigner auseinanderhalten. Der Beruf wurde jetzt neu geordnet und hängt eng mit dem Systemplaner zusammen. So gibt es in der Grundstufe der Berufsschule eine gemeinsame Qualifikation. Danach erfolgt die Spezialisierung. „Der Technische Produktdesigner besteht aus den Fachrichtungen Maschinen- und Anlagenkonstruktion (MAK) sowie Produktgestaltung und -konstruktion (PGK)“, erklärt Niedziella. Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.


Am häufigsten wird zurzeit der Technische Zeichner im Bereich Maschinen- und Anlagentechnik ausgebildet. In diesen Bereich fallen drei Viertel der Auszubildenden. „Diese geht nun in den Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion über. Fachleute erwarten hier künftig die stärkste Ausbildungs- und Beschäftigungsnachfrage“, sagt Niedziella.
Nach Angaben von Dorsch-Schweizer gab es in den vergangenen zehn Jahren - von konjunkturellen Rückschlägen abgesehen - ständig etwa 9.500 Ausbildungsverhältnisse für den Beruf des Technischen Zeichners. Großes Interesse an den Jobs zeigen Frauen. „Ihr Anteil liegt bei den Auszubildenden bei etwa 40 Prozent“, sagt Niedziella.
Junge Menschen, die sich für die Ausbildung interessieren, sollten gute Schulnoten in Mathematik und Physik haben, über ein ausgeprägtes technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen verfügen sowie genau und zuverlässig bei der Arbeit sein. Organisationstalent, Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit sind weitere wichtige Eigenschaften. Ganz wichtig ist, dass das Arbeiten am Computer beherrscht wird.
„Die Erfahrungen beim Technischen Zeichner zeigen, dass die Firmen bevorzugt junge Menschen mit Realschulabschluss oder Abitur als Azubis einstellen“, berichtet Niedziella.
Info-Kasten: Was Technische Systemplaner verdienen
Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach der jeweiligen Branche und dem Tarifgebiet. Als Richtwerte nennt die Bundesagentur für Arbeit 708 bis 763 Euro im ersten Jahr, 761 bis 810 Euro im zweiten Jahr, 840 bis 876 Euro im dritten Jahr und 911 bis 943 Euro im vierten Jahr. Im öffentlichen Dienst, der diese Fachkräfte ebenfalls beschäftigt, können die Beträge darunter liegen. Berufsanfänger bekommen Einstiegsgehälter zwischen 25.000 und 30.000 Euro.

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