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Frauen mit Kindern werden seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als Väter. (Symbolbild)
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Frauen mit Kindern werden seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als Väter. (Symbolbild)

Vorstellungsgespräch

Systematisch benachteiligt: So werden Mütter bei der Bewerbung diskriminiert

Frauen mit Kindern werden laut einer Studie seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als Väter. Hier erfahren Sie, was Frauen bei ihrer Bewerbung beachten sollten.

  • Viele Frauen wollen nach der Elternzeit wieder in das Arbeitsleben zurückkehren.
  • Doch nicht immer fällt der Wiedereinstieg leicht.
  • Diese Tipps sollten Frauen bei ihrer Bewerbung beachten.

Viele Frauen suchen nach der Elternzeit einen neuen Job. Sind die Kinder etwas größer, wächst der Wunsch nach Herausforderungen und beruflicher Weiterentwicklung. Doch nicht immer läuft der Jobeinstieg für Mütter wie erhofft. Häufig stoßen Frauen bereits während der Bewerbungsphase auf Widerstand. Eine neue Studie belegt: Frauen mit Kindern werden seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen.

Bewerbung: Frauen werden systematisch diskriminiert

Bei der Suche nach einer neuen Stelle werden Mütter* systematisch benachteiligt. Das fanden Experten des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung nun heraus. Im Rahmen der Untersuchung verschickten die Forscher insgesamt 800 fiktive Bewerbungen auf reale Stellenangebote im Marketing- und Veranstaltungsbereich. In dieser Branche arbeiten ähnlich viele Frauen und Männer.

Einziger Unterschied in den ausgedachten Bewerbungen: entweder hatten die Kandidaten ein Kind im Alter von drei Jahren oder sie waren kinderlos. Das Ergebnis zeigt: Mütter mussten etwa ein Drittel mehr Bewerbungen schreiben um eine Einladung zu erhalten, als Frauen ohne Kinder. Im Vergleich wurden Väter genauso oft zum Bewerbungsgespräch eingeladen wie Mitbewerber ohne Kinder.

Bewerbung: Das sollten Frauen anders machen

Auch wenn es nichts an dem Fakt ändert, dass Frauen mit Kindern bei ihren Bewerbungen* mit Vorurteilen zu kämpfen haben, können ein paar Tipps helfen, die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch zu verbessern. 

Nicht alle privaten Informationen gehören in den Lebenslauf: So sollten Mütter beispielsweise darauf verzichten, Informationen wie die Dauer der Elternzeit* und das Alter der Kinder zu erwähnen. Das geht den Personalverantwortlichen zunächst nichts an!

Stärke zeigen und Erfolge hervorheben: Auch im Bewerbungsgespräch sollten Frauen professionell bleiben und vor allem ihre beruflichen Fähigkeiten in den Vordergrund stellen. Im Bewerbungsanschreiben sollten Kandidatinnen daher besonderes Augenmerk auf die eigenen Stärken richten.

Auch interessant: So gelingt Paaren die Doppelkarriere.

Kein Understatement im Bewerbungsgespräch: Falsche Bescheidenheit hat im Vorstellungsgespräch nichts zu suchen! Haben Sie eine Aufgabe übernommen oder ein Projekt erfolgreich geleitet, sollten Sie dies auch im Gespräch mit dem Recruiter thematisieren.

Gehaltsvorstellungen* äußern: Zurückhaltung ist in vielen Lebenssituationen hilfreich, im Vorstellungsgespräch jedoch nur in Maßen angebracht. Also fordern Sie, was Ihnen zusteht!

Tabu-Fragen geschickt umgehen: Obwohl Fragen zur Familienplanung rechtlich nicht erlaubt sind, kommt es immer wieder vor, dass sie gestellt werden. In diesem Fall sind Sie nicht dazu verpflichtet, alles preiszugeben.

Bewerbung: Forscherin fordert Umdenken

Auch die Autorin der Studie, Lena Hipp, fordert ein Umdenken, um die Diskriminierung von Frauen mit Kindern zu verhindern. Dabei könnte beispielsweise eine Änderung des Gesetzes helfen, das es Bewerbern  erlaubt, auf private Informationen, wie Elternschaft, Ehestand und Religionszugehörigkeit im Lebenslauf zu verzichten*. Eine solche Maßnahme könnte aus Sicht der Expertin zumindest die Chancen für Frauen erhöhen, ein Vorstellungsgespräch zu ergattern.

Zum Weiterlesen: Kann der Arzt Sie wegen Stress krankschreiben?

Im Video: Bewerbungsgespräch: Mit diesen Tipps kann nichts schief gehen

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lkn

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