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Ausgebrannt: Arbeitnehmer müssen zwischen Job und Freizeit klare Grenzen ziehen.

Schutz vor Burnout

Stress im Job vermeiden

Nine-to-Five-Job war einmal: Selbst am Feierabend arbeiten viele Menschen noch weiter und beantworten etwa dienstliche E-Mails - Stress, der auf Dauer ungesund ist. Arbeitnehmer müssen klaren Grenzen setzen, rät Psychologe Stephan Ahrens.

Höher, schneller, weiter - viele Arbeitnehmer haben das Gefühl, dass die Belastung im Job wächst. So sagte rund jeder Zweite (56 Prozent) in einer repräsentativen DGB-Umfrage, er sei starker bis sehr starker Arbeitshetze ausgesetzt - 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Und 80 Prozent klagen über steigende Leistungsanforderungen im Job.

Die Gefahr besteht, von dem Stress krank zu werden. „Ein erstes Alarmsignal ist, wenn Sie nachts nicht mehr durchschlafen, sondern aufwachen und an die Arbeit denken“, sagte Prof. Dr. Stephan Ahrens. Der Spezialist vom Psychosomatischen Fachzentrum Falkenried in Hamburg empfiehlt dreierlei:

Das eigene Zeitmanagement hinterfragen: Was zu tun ist, bestimmt der Chef. Wie sie ihre Arbeit angehen, haben Mitarbeiter ein Stück weit aber selbst in der Hand. Sie sollten daher ihr Zeitmanagement hinterfragen. „Oft gibt es Verbesserungsmöglichkeiten“, sagte Prof. Ahrens. Denn viele verbrächten zu viel Zeit mit unwichtigen Aufgaben - und ließen die bedeutsameren liegen. Er rät, eine Woche lang ein Notizbuch zu führen. „Schreiben Sie für jeden Tag auf, was Sie gemacht haben und wie lange Sie dafür gebraucht haben.“ Danach werde analysiert, welche Tätigkeiten zu viel Zeit kosten.

Grenzen setzen: Wenn die Arbeitsverdichtung steigt, wird es noch wichtiger, dass Arbeitnehmer zwischen Beruf und Freizeit klare Grenzen ziehen, sagte Prof. Ahrens. Er empfiehlt, mit dem Chef und den Kollegen Zeiten abzusprechen, an denen man für weder per Handy noch per E-Mail für den Job zu erreichen ist. „Machen Sie ab 18.00 Uhr Schluss mit beruflichen E-Mails.“ Viele dächten zwar, dass sie sich das nicht erlauben könnten. In der Praxis sei eine ständige Erreichbarkeit aber längst nicht immer erforderlich.

Ausgleich zur Arbeit schaffen: Viele Arbeitnehmer hätten auch das Problem, dass sie gedanklich nicht von der Arbeit abschalten können. „Man muss versuchen, nach Feierabend etwas anderes in den Kopf zu bekommen. Sonst frisst einen die Arbeit auf“, sagte Ahrens. Der beste Ausgleich zur Arbeit sei, sich dem Partner oder der Familie zu widmen. Gut sei auch, regelmäßig ein Hobby zu pflegen. (dpa)

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