Plädoyer: Immer mehr Unternehmen werben für das duale System. Die Karrierechancen sind mit einer Ausbildung und Weiterbildungen hoch.
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Plädoyer: Immer mehr Unternehmen werben für das duale System. Die Karrierechancen sind mit einer Ausbildung und Weiterbildungen hoch.

RheinMain

Rund 6.000 neue Ausbildungsverträge im IHK-Bezirk Frankfurt

Besser denn je – so stellt sich die Situation am Ausbildungsmarkt für Jugendliche dar. Bis Ende Oktober registrierte die IHK Frankfurt am Main in ihrem Bezirk, zu dem die Stadt Frankfurt sowie die Kreise Hochtaunus und Main-Taunus zählen, 5.876 neue Ausbildungsverträge. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund drei Prozent.

„Deutlich mehr Jugendliche entschieden sich dieses Jahr für eine Ausbildung in den Berufen Metalltechnik, Tourismuskaufmann sowie Berufskraftfahrer. Mehr junge Menschen erlernen zudem einen Chemieberuf, denn der Fachkräftemangel ist hier nach wie vor besonders hoch“, sagt Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt am Main.

Betriebe suchen Auszubildende

Sie betont weiter, dass mehr als die Hälfte der Auszubildenden ihren ursprünglichen Wohnsitz nicht im IHK-Bezirk Frankfurt hätten. Der hessenweit zunehmende Fachkräftemangel werde jedoch dazu führen, dass die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben in Mittel- und Nordhessen steige und mithin zu erwarten sei, dass die Zuzugsbereitschaft in die Region abnehmen werde. „Schüler werden dann wieder in ihrer Heimat eine Ausbildung absolvieren statt nach FrankfurtRheinMain zu gehen. Das wird die Ausbildungssituation für Unternehmen aus der Region weiter verschärfen.

Ausbildung plus Weiterbildung bietet Karrierechancen

Seit Jahren kann jedes vierte IHK-Unternehmen nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Daher rief Dr. Scheuerle alle Schulabgänger auf, sich für eine duale Ausbildung zu entscheiden. „Der Ausbildungsmarkt bietet viele interessante Angebote und dank berufsbegleitender Weiterbildungen ist ein Aufstieg auf der Karriereleiter jederzeit möglich.“ Die Verdienstmöglichkeiten hingen häufig nicht mit dem akademischen Abschluss zusammen, sagte die IHK-Geschäftsführerin. Haupt- und Realschüler sollten ernsthaft prüfen, ob sich ein Besuch der Berufsfachschule lohnt. Rund ein Fünftel der Schüler, die nach der Sekundarstufe I auf eine einjährige Höhere Berufsfachschule wechselten, hätten keinen Abschluss erzielt. (red)

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