Pauken: Ob sie mit Repetitor für das Examen lernen oder allein ist für die meisten Studenten gar keine Frage. Denn in keinem anderen Fach hängen die Jobaussichten so stark von einer guten Examensnote ab.
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Pauken: Ob sie mit Repetitor für das Examen lernen oder allein ist für die meisten Studenten gar keine Frage. Denn in keinem anderen Fach hängen die Jobaussichten so stark von einer guten Examensnote ab.

Nachhilfe

Mit Repetitor pauken für das Staatsexamen

Die meisten Jurastudenten wenden sich an einen privaten Einpauker, einen Repetitor, wenn es auf das erste Staatsexamen zugeht.  Denn von einer guten Examensnote hängt die weitere Zukunft ab.

Von Kristin Kruthaup

Juli Zeh erinnert sich an ihre Studienzeit so: Das Jurastudium sei erst drei Jahre lang Dolce Vita gewesen. „Und dann kam das Trainingscamp beim Repetitor“, so die Juristin und Autorin von Bestseller-Romanen wie „Adler und Engel“. Sehr viel Arbeit sei die Examensvorbereitung gewesen. „Es war ein Jahr, in dem außer Lernen nicht viel ging“, sagt sie. Trotzdem sei sie sehr gerne hingegangen. Denn auch die schwierigsten Fälle seien noch mit Spaß vermittelt worden. Am Ende hat Juli Zeh in ihrem Jahrgang das beste Examen in Sachsen gemacht.

Wie Juli Zeh geht die Mehrheit der Jura-Studenten vor dem ersten Staatsexamen zu einem kommerziellen Repetitor. Und sie alle stehen irgendwann vor der Frage: Soll ich mich mit Repetitor auf das Examen vorbereiten oder versuche ich es ohne? Wer klug ist, geht die Entscheidungsfindung rechtzeitig an. Und kümmert sich darum, bevor er scheinfrei ist.

Die kommerziellen Repetitorien heißen Hemmer, Alpmann Schmidt oder Beck-Akademie. Ihre Kurse dauern meist ein Jahr. Das Programm ist straff: Dreimal die Woche haben die Examenskandidaten Unterricht, oft fünf Stunden pro Tag. Dazu kommt eine Probeklausur alle sieben Tage, die sechs Stunden lang ist - wie im Examen auch. Ganz billig ist die Sache nicht. Rund 150 Euro kostet so ein Kurs im Monat.

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