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Chance: Wenn der Headhunter durchklingelt, erst einmal durchatmen. Im Erstgespräch sollte man nicht zu viel von sich preisgeben.

Headhunting

Professionelle Kuppler helfen beim Karrieresprung

Größere Firmen legen die Personalauswahl nicht selten in die Hände von Headhuntern. Und sie sind längst nicht mehr nur auf der Jagd nach Top-Managern und Führungskräften.   Auch als Fachkraft darf man ruhig aktiv werden und den Kontakt zu den Kupplern suchen.

Von Marc Herwig

„Können Sie reden?“ - wenn ein Anrufer am Telefon diese Frage stellt, hat man im Job vielleicht das große Los gezogen. Headhunter können einem auf der Karriereleiter ein ganzes Stück nach oben helfen. Und sie sind längst nicht nur auf der Jagd nach Top-Managern mit Top-Gehältern.

Die Branche hat sich gewandelt: Personalberater machen sich für große Firmen längst auch auf die Suche nach Ingenieuren oder Sekretären. Wer es einmal in ihre Kartei geschafft hat, für den können sie ein echter Karriere-Turbo sein. Allerdings sollte man nicht einfach nur warten, bis sich endlich mal ein Headhunter meldet. Man kann seinem Glück auch etwas auf die Sprünge helfen.

Headhunter bieten spannende Jobs

„Bei größeren Firmen geht der Trend eindeutig dazu, die Personalauswahl in die Hände von Headhuntern zu legen“, sagt der Berliner Karriereberater Jürgen Hesse. Vor allem an wirklich spannende Jobs komme man häufig nur noch auf diesem Weg.

Das Problem ist, dass man sich bei Headhuntern auch nicht allzu offensiv ins Spiel bringen darf. Die Branche ist diskret. Zwar ist es mittlerweile nicht mehr völlig verpönt, selbst den Kontakt zu einem Personalberater aufzunehmen und sein Interesse an einem neuen Job zu bekunden. Doch normalerweise ruft man nicht selbst an - man wird angerufen.

Eigenen Marktwert erkennen  

Dann sollte man dem Personalberater aufmerksam zuhören und auch Fragen stellen, mit Selbstauskünften aber zurückhaltend sein. „Wer sofort alles auf den Tisch legt und sagt, dass er am liebsten so schnell wie möglich seinen jetzigen Job kündigen würde, der weckt damit eine gewisse Skepsis“, mahnt der Stuttgarter Personalberater Michael Heidelberger. Aber selbst wer mit seinem aktuellen Arbeitsplatz zufrieden ist, sollte ruhig erst einmal zuhören und auf jeden Fall mit dem Personalberater im Gespräch bleiben. „Man erfährt dabei schließlich auch, was der Markt im Moment zu bieten hat und was man selbst wert ist.“

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