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Eine Personalerin findet es bedenklich, dass viele nicht ihr Gehalt im Bewerbungsgespräch verhandeln.

Im Vorstellungsgespräch

Personalerin verrät: Wer sein Gehalt nicht sofort verhandelt, begeht fatalen Fehler

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Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen ist, ist oftmals im Vorhinein sehr nervös und fühlt sich oft gestresst. Doch dadurch können Ihnen fatale Fehler unterlaufen.

Vielen graust es vor einem Vorstellungsgespräch. Zwar finden Sie das Stellenangebot verlockend, doch oftmals ist so ein Treffen mit einem Personaler auch nervenaufreibend. Schließlich kostet die Vorbereitung nicht nur viel Zeit, sondern auch Nerven. Einige sind dann gestresst oder extrem nervös. Die meisten Bewerber wollen einen guten Eindruck hinterlassen und haben große Angst vor peinlichen Pannen.

Personalerin enthüllt: Diese zwei Dinge sind im Bewerbungsgespräch absolute No-Gos

Doch dürfen Fehler passieren? Und was kommt beim Gegenüber überhaupt nicht gut an? Eine Personalerin hat nun das "Geheimnis" gelüftet und verraten, welche zwei No-Gos absolut nicht gehen. "Ich denke, dass es zwei Fehler gibt", erklärt Recruiterin Anna Brandt gegenüber dem Businessinsider. "Der erste ist, sich unwohl zu fühlen."

Daher ihr Rat: sich selbst treu bleiben und sich im Gespräch nicht verstellen - auch wenn die Situation als unangenehm empfunden wird. "Mein größter Ratschlag wäre also, so natürlich wie möglich darin zu sein, wie man sich gibt, wie man sich vorstellt und wie man mit dem anderen umgeht", so die Beraterin. Wer sich anders darstellt oder in seinen Schilderungen gar übertreibt, dem werden die Kollegen spätestens nach einigen Wochen auf die Schliche kommen.

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Doch eigentlich möchte das Unternehmen beim Vorstellungsgespräch beurteilen können, ob Sie zur Unternehmenskultur passen - oder nicht. Und das ist nicht nur wichtig für die Firma, sondern auch für den Bewerber selbst. So kann er ebenfalls herausfinden, ob er sich in den kommenden Jahren in diesem Unternehmen wohlfühlen wird. Daher sei es sehr wichtig, so die Expertin, beim Gespräch so natürlich und authentisch wie möglich zu sein.

Und das beinhalte auch, zuzugeben, wenn man nervös ist. "Wir waren alle mal auf der anderen Seite und nervös bei einem Bewerbungsgespräch. Ich denke, dass es meistens dabei hilft, die Nerven zu behalten, wenn man es ausspricht. Dann muss man keine Selbstsicherheit mehr vortäuschen. Wahrscheinlich werden Sie die Leute auf der anderen Seite sogar trösten", meint auch Brandt gegenüber dem Finanzportal.

Darum dürfen Sie ruhig nach dem Gehalt fragen, sagt Personalerin

Doch was ist der zweite Fehler, der für manche in einer Absage enden könnte? "Viele Leute stellen mir die Frage, insbesondere Frauen, ob es dem Ruf schaden kann, am Ende vom Bewerbungsprozess das Gehalt zu verhandeln. In der Regel lautet meine Antwort 'Nein'." So sei die Frage nach dem Gehalt nicht das Problem, sondern vielmehr, wie man sich dabei anstellt, sagt die Personalerin.

"Ja, ihr könnt verhandeln, aber ihr müsst reiflich überlegen, wie Sie sich dabei anstellen. Sie müssen offen sein, ehrlich, freundlich. Wenn Sie das sind, dann ist es nicht rufschädigend. Ich würde jeden dazu ermutigen, es zu tun." Am besten wäre es allerdings, erklärt sie weiter, das Thema Gehalt im persönlichen Gespräch anzusprechen. Per Mail könne das Geschriebene beim Gegenüber schnell falsch herüberkommen - und zu Missverständnissen führen.

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jp

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
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Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
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Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
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Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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