Nicht nur Schaffner leben gefährlich

Bundesbürger sind nur unzureichend gegen Berufsunfähigkeit abgesichert

Isernhagen · Wer seinen Beruf, ärztlich bestätigt, dauerhaft nicht mehr ausüben kann, ist nach der Definition der Versicherungsbedingungen berufsunfähig. Die gefährlichsten Berufe sind der Statistik zufolge Fahrzeugreiniger, Eisenbahnschaffner und Gleisbauer. Auch die Tätigkeit im Haushalt wird von den Versicherern prinzipiell als gefährlich eingestuft. Wenn Hausfrau oder Hausmann dauerhaft schwer erkranken, sind die Probleme groß: Die Kinder müssen versorgt werden und eine Vollzeit-Haushaltshilfe lässt sich kaum bezahlen. Einige Versicherer bieten Berufsunfähigkeitsversicherungen zum "Hausfrauentarif" an.

Über das Risiko der Versorgungslücke herrscht verbreitet Unkenntnis, wie NFO Infratest ermittelte: Nur 15 Prozent aller Berufstätigen wissen, dass der gesetzliche Schutz seit mehr als vier Jahren ausgehöhlt ist.

Für Aufklärung sorgt der Ratgeber "Berufsunfähigkeit gezielt absichern", der von den Verbraucherzentralen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest herausgegeben wird. Unter anderem erklärt er gängige Klauseln und Versicherungszeiten.

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