Geringfügigkeitsgrenze

Minijob: Was passiert, wenn ich die 450-Euro-Grenze überschreite?

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Minijobber dürfen im Monat 450 Euro verdienen. Doch was passiert, wenn sie diese Verdienstgrenze überschreiten?

Ein Minijob oder auch 450-Euro-Job* ist eine gute Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen. Gerade Mütter, Rentner oder Studierende findet man häufig in solchen geringfügigen Beschäftigungen. Die Mitarbeiter müssen dabei jedoch streng auf die Einhaltung der Verdienstgrenze achten, um keine Einbußen beim Gehalt* zu riskieren.

Minijobber dürfen die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat nicht überschreiten – zumindest nicht regelmäßig.

Minijob-Grenze überschreiten: Wie viel Geld darf ich überhaupt verdienen?

Wer einem Minijob nachgeht, darf bis zu 450 Euro im Monat verdienen. So hoch ist die monatliche Verdienstgrenze bei Minijobs, die möglichst nicht überschritten werden darf. Im Jahr dürfen es maximal 5.400 Euro sein, wenn der Mitarbeiter 12 Monate durcharbeitet. Nur dann liegt eine geringfügige Beschäftigung vor, bei der keine Abgaben und Steuern für den Arbeitnehmer fällig werden. Das Netto-Gehalt ist also genauso hoch wie das Brutto-Gehalt. Die Minijob-Grenze soll übrigens noch 2022 auf 520 Euro erhöht werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Vorsicht bei Sonderzahlungen

Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zählen bei der jährlichen Verdienstgrenze mit. Minijobber müssen dies bei ihrer Arbeitsplanung also berücksichtigen.

Was passiert, wenn ich die Minijob-Grenze von 450 Euro überschreite?

Überschreitet ein Minijobber die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro regelmäßig, liegt keine geringfügige Beschäftigung mehr vor. Der Arbeitnehmer rutscht in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Es müssen also Steuern und Abgaben auf den Lohn gezahlt werden.

Minijob neben dem Hauptberuf? Dann müssen Sie auf eine Sache unbedingt achten.

Bis zu drei Überschreitungen der monatlichen Verdienstgrenze pro Jahr möglich

Es gibt jedoch Ausnahmen:

  • Jahresverdienst bis zu 5.400 Euro: Solange der Minijobber die jährliche Verdienstgrenze nicht überschreitet, darf er auch mehrmals mehr als 450 Euro verdienen. Darauf weist die Minijob-Zentrale auf ihrem Blog hin.
  • Jahresverdienst über 5.400 Euro: Minijobber dürfen innerhalb eines 12-Monats-Zeitraums die monatliche Verdienstgrenze bis zu drei mal überschreiten, ohne dass dies den Status als Minijob gefährdet. Voraussetzung dafür ist, dass die Ausnahmen „gelegentlich“ und „nicht vorhersehbar“ passieren, etwa weil der Mitarbeiter als Krankheitsvertretung einspringen muss. Wie hoch das Gehalt in diesen Ausnahmemonaten ist, spielt keine Rolle.

Wussten Sie schon? Im Jahr 2022 stehen einige Änderungen für Minijobber an. Mehr dazu lesen Sie hier. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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