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Gehaltserhöhung nach der Probezeit – machbar oder Wunschdenken?

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Von: Andrea Stettner

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Wer während der Probezeit außergewöhnlich gute Leistung abliefert, kann mit mehr Gehalt rechnen.
Wer während der Probezeit außergewöhnlich gute Leistung abliefert, kann mit mehr Gehalt rechnen. © Westend61/Imago

Nicht jeder ist mit seinem Jahresgehalt im neuen Job zufrieden. Doch kann das Gehalt nach der Probezeit nachverhandelt werden? Ja – wenn die Argumente stimmen.

Mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags erklären sich Arbeitnehmer mit dem verhandelten Gehalt einverstanden. Doch nicht jeder ist damit zufrieden. Viel fragen sich dann, ob sie nach der Probezeit ihr Jahressalär nachverhandeln können.

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Mehr Gehalt nach der Probezeit? Nur mit den richtigen Argumenten

Tatsächlich wird es nach der Probezeit schwierig, den Chef von einer Gehaltserhöhung zu überzeugen. Schließlich ist die letzte Gehaltsverhandlung erst sechs Monate her. Eine Ausnahme bildet, wenn im Vorstellungsgespräch eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit direkt vereinbart wurde: Manche Unternehmen stellen Mitarbeiter mit einem geringeren Einstiegsgehalt an, um die Einarbeitungskosten niedrig zu halten. Nach erfolgreich absolvierter Probezeit erfolgt dann eine Gehaltssteigerung.

Andernfalls lässt sich eine Gehaltsnachverhandlung nach der Probezeit nur damit begründen, wenn sich an den Rahmenbedingungen des Arbeitsvertrags etwas Grundlegendes verändert hat.

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Welche Gründe dagegen sprechen

Wer lediglich seinen Job gut macht und zur Zufriedenheit des Chefs erledigt, wird keinen Erfolg mit seiner Gehaltsforderung haben – gute Leistung ist für Mitarbeiter erwartbar. Ein schlechtes Argument für eine Gehaltsnachverhandlung ist auch, dass man sich im Vorstellungsgespräch unter Wert verkauft hat: „Das ist eigenes Verschulden. Wer seine Hausaufgaben beim Einstellungsgespräch nicht macht, offenbart sich nicht als versierter Leistungsträger“, bestätigen die Experten von karrierebibel.de auf ihrem Blog.

Wie viel Geld kann ich nach der Probezeit verlangen?

Sie gehören zu den Glücklichen, auf die die oben genannte Gründe zutreffen? Dann können Sie als Faustregel zwischen fünf und zehn Prozent mehr Gehalt verlangen. Größere Gehaltssprünge sind erfahrungsgemäß erst nach zwei bis drei Jahren im Job drin –oder bei einem Jobwechsel. Übrigens, wenn Sie ein lukratives Jobangebot erhalten haben, sollten Sie bei bestimmten Warnzeichen wachsam sein. (as)

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