Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sie gehören in fast jeden Lebenslauf

Bewerbung: „Gute Kenntnisse“ oder schon fließend? So schätzen Sie Sprachkenntnisse richtig ein

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
    schließen

Wie gut beherrschen Sie Englisch, Spanisch oder andere Fremdsprachen? Die korrekte Einstufung ist für Bewerbungen wichtig. Wir geben Tipps, wie Sie sich richtig einschätzen.

Sie wollen sich bei einem internationalen Unternehmen bewerben? Oder Ihr Job setzt bestimmte Sprachkenntnisse in Englisch, Spanisch oder anderen Sprachen voraus? Dann sollten Sie Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf korrekt angeben.

Muss ich Sprachkenntnisse im Lebenslauf immer angeben?

Auch wenn Sprachkenntnisse nicht per se ein Muss im Curriculum Vitae (CV) sind, empfiehlt es sich in bestimmten Fällen, seine Kenntnisse anzugeben. Dies ist laut dem Bewerbungsportal karrierebibel.de insbesondere dann der Fall, wenn sie explizit in der Stellenanzeige erwartet werden. Aber auch, wenn Ihre Sprachkenntnisse für das Unternehmen von Vorteil sind oder Sie über besondere Sprachfähigkeiten verfügen, sollten sie im Lebenslauf erwähnt werden – damit können Bewerber bei der Jobsuche ordentlich punkten.

Auch interessant: Langweiliger Lebenslauf? Mit diesen Formulierungen wird er für Personaler gleich spannend.

Sprachkenntnisse im Lebenslauf: Welche Stufen gibt es?

Damit Arbeitgeber die Sprachkenntnisse von Bewerbern richtig einschätzen können, werden Fremdsprachenkenntnisse in verschiedene Niveaustufen eingeteilt. Für den CV empfiehlt sich, Sprachkenntnisse folgendermaßen anzugeben:

  • Grundkenntnisse / Schulkenntnisse: Sie beherrschen die wichtigsten Grammatikregeln, verfügen über einen Grundwortschatz und können einfachen Konversationen folgen.
  • Gute Kenntnisse / konversationssicher: Bei dieser Stufe können Sie sich an einer Unterhaltung beteiligen, verstehen Texte in der entsprechenden Fremdsprache, etwa in einer Zeitung. Im Schriftverkehr verfügen Sie jedoch noch über deutliche Lücken.
  • Sehr gute Kenntnisse / fließend: Auf diesem Sprachlevel können Sie zum Großteil fehlerfrei sprechen, sich auch über komplexe Themen flüssig unterhalten und anspruchsvolle Texte verstehen.
  • Verhandlungssicher: Bei dieser Stufe sind Sie schon fast auf Muttersprache-Niveau angelangt. Das heißt: Sie verfügen über einen umfassenden Wortschatz auf dem Level eines gebildeten Muttersprachlers. Unterhaltungen sind überwiegend fehlerfrei möglich und Sie können sich selbst in hitzigen Diskussionen sprachlich behaupten. Außerdem beherrschen Sie gängige Redewendungen.
  • Muttersprache: Diese Bezeichnung ist nur für Menschen üblich, die mit der entsprechenden Sprache aufgewachsen sind oder bereits in der Kindheit im Ausland gelebt haben.

Lesen Sie auch: Personaler überfliegen nur 7 Angaben im Lebenslauf – sie sind entscheidend.

Das im Lebenslauf angegebene Level der Sprachkenntnisse sollten Bewerber unbedingt beherrschen.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

A1 bis C2: Sprachkenntnisse angeben nach dem europäischen Referenzrahmen

Alternativ lassen sich Sprachkenntnisse im Lebenslauf auch nach der Einteilung des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ angeben. Das Niveau wird hierbei in drei Stufen A, B und C sowie zwei Unterstufen 1 und 2 unterteilt. Die Einstufung der Fremdsprachenkenntnisse reicht so vom absoluten Anfängerniveau (A1) bis zum fast Muttersprachenniveau (C2).

  • A1: Anfänger mit rudimentären Sprachkenntnissen. Alltägliche Ausdrücke können in ganz einfachen Sätzen gesprochen und verstanden werden. Sie können sich beispielsweise mit Namen vorstellen.
  • A2: Grundlegende Anfängerkenntnisse. Häufig gebrauchte Sätze werden verstanden, einfache Sätze zum unmittelbaren Lebensumfeld gesprochen (etwa über die Familie, Einkaufen, Arbeit).
  • B1: Fortgeschrittene Sprachverwendung. Sie können die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird. Die meisten Situationen können bewältigt werden, denen man etwa auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
  • B2: Selbständige Sprachverwendung. Auf dieser Sprachstufe können Hauptinhalte komplexer Texte verstanden werden, im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Sie können sich fließend und mühelos verständigen, auch mit Muttersprachlern.
  • C1: Fachkundige Sprachkenntnisse. Sie drücken sich spontan und fließend aus, ohne besonders oft nach Worten suchen zu müssen. Zu komplexen Themen können Sie sich strukturiert und ausführlich äußern. Auch anspruchsvolle Texte und ihre implizite Bedeutung werden verstanden. 
  • C2: Annähernd muttersprachliche Kenntnisse. Auf diesem Level können Sie nahezu alles, was Sie lesen oder hören, mühelos verstehen. Sie sprechen auch spontan fließend, drücken sich präzise aus und können komplexe Sachverhalte wiedergeben.

Bei Sprachkenntnissen in der Bewerbung ehrlich sein

Über welches Sprachniveau Sie auch verfügen: Seien Sie immer ehrlich! Ein dreiwöchiger Spanien-Trip verleiht Ihnen noch lang keine fließenden Spanisch-Kenntnisse. Spätestens im Vorstellungsgespräch laufen Sie Gefahr, dass Ihre Flunkereien auffliegen. Und das kann Sie den Job kosten. Und selbst wenn nicht: Wer seine (vorgegebenen) Sprachkenntnisse täglich im Job benötigt, dürfte schnell an den Anforderungen scheitern – oder es droht sogar die Kündigung. (as)

Rubriklistenbild: © agefotostock / Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare