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52 Stunden in der Vorlesung? Das haben Studenten an der Hochschule Trier tatsächlich geschafft. (Symbolfoto)

Mit drei Seiten zum Doktortitel

Die kuriosesten Rekorde rund um die Uni

Mit 14 Jahren an die Uni, eine 52-stündige Vorlesung, mehr als 100 Semester Medizin: Die Rekorde, die an Universitäten erreicht werden, sind teilweise durchaus außergewöhnlich. Wir stellen die skurrilsten Fakten rund um die Alma Mater vor.

Von Aleksandra Bakmaz

Credit Points, Semesterarbeiten, Prüfungen: Darüber spricht jeder. Echte Erkenntnisbringer können die außergewöhnlichen Fakten rund um die Uni sein. Auf Partys punkten Studenten mit ihnen allemal. Hier kommen sechs exotische Uni-Fakten und was sie über das Campusleben verraten:

Dauer-Vorlesung: 52 Stunden im Hörsaal

Dass Einschlafen im Hörsaal ein echtes No-Go ist, beweist die Hochschule Trier. 2002 schaffte es die Vorlesung „Technik und Gesellschaft“ mit einer Länge von 52 Stunden ins „Guiness-Buch der Rekorde“. Genau 24 Studenten hielten über zwei Tage im videoüberwachten Hörsaal aus – ohne einzuschlafen. Damit der Rekordversuch nicht daneben ging, kümmerten sich die Veranstalter um Verpflegung und körperliche Bewegung der Teilnehmer. Bananen, Trimm-Fahrräder und das Rote Kreuz sorgten dafür, dass die Zuhörer nicht umkippten. Nach der Rekordveranstaltung waren die Teilnehmer echte Experten auf dem Gebiet.

Mathe-Professor als Youtube-Star: Sechs Millionen Klicks

Internet-Star: Jörn Loviscach ist Mathe-Professor an der Fachhochschule Bielefeld – und nebenbei Youtube-Star. Seine Online-Vorlesungen wurden schon über sechs Millionen Mal angeklickt. Darin erklärt er auf einfache Weise, wie man zum Beispiel die Fläche unter einer Gauß-Glocke berechnet. Sein Geheimnis: „Ich bemühe mich, sehr plastische Erklärungen zu liefern – vielleicht kommt aber auch meine Dreistigkeit gut an, dass ich Mathematikaufgaben online berechne, die ich nie zuvor gelöst habe.“ Bundesweit klicken täglich rund 17.000 seinen Youtube-Kanal an. Tendenz steigend. Das zeigt: Naturwissenschaftler können richtige Entertainer sein. Albert Einstein war ja schließlich auch kein Langweiler.

Langzeitstudent: 100 Semester Medizin

Viele BWL-Studenten bekommen schon die Krise, wenn sie die Regelstudienzeit um ein oder zwei Semester überschreiten. Bummel- oder Langzeitstudenten werden wahrscheinlich schon nach 20 Semestern nervös. Ein Medizinstudent der Uni Kiel hatte dagegen sogar mehr als 100 Semester auf dem Buckel. Damit geht er wohl in die Geschichte der Bildungsstätte ein, als Mann mit der höchsten Semesterzahl. Vor 58 Jahren hat er sein Studium begonnen. Ihn könnten sich ein paar Turbo-Studenten zum Beispiel nehmen. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft.

Riesen-Papierflieger: 18 Meter Flügelspannweite

Dass die deutschen Ingenieure etwas auf dem Kasten haben, ist ja nichts Neues. Aber dass sie bessere Papierfalter sind als die Japaner, ist tatsächlich eine Premiere. Und wann könnte man mehr Zeit haben, um Papier in Form zu bringen, als während des Studiums? Das dachten sich auch Studenten der Technischen Universität Braunschweig und bauten einen Papierflieger mit über 18 Metern Flügelspannweite. Der hob 2013 schließlich auch ab und schaffte es prompt in das „Guiness-Buch der Rekorde“.

Mini-Doktorarbeit: Mit drei Seiten zum Titel

Drei Seiten, eine Tabelle, eine Abbildung: Dieses extrem kurze akademische Stück brachte einer Studentin der Uni Münster den begehrten Doktortitel. Das Thema: „Naturmedizin gegen Impotenz im mittelalterlichen Persien“. Die kurze Zusammenfassung: Was konnten Ärzte im mittelalterlichen Persien naturmedizinisch gegen die Impotenz des Mannes tun. Wie lange die Studentin für ihre dreiseitigen Ausführungen gebraucht hat, ist nicht bekannt. Aber eines wusste sie ganz genau: In der Kürze liegt die Würze.

Teenager-Student: Mit 14 Jahren in die Informatik-Vorlesung

Als Deutschlands jüngster Student hat der damals 14-jährige Conrad Lempert im Oktober 2015 sein Studium begonnen. Er gehört damit zu den rund 2900 Minderjährigen an deutschen Unis. Lempert hat sich für das Studium der Informatik entschieden und sich am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam eingeschrieben. Der Grund für die Wahl: Er könne sich vorstellen, „später einmal zusammen mit anderen ein Start-up zu gründen oder international tätig zu sein“, zitierte das Institut den 14-Jährigen in einer Mitteilung. (dpa/gs)

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