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Jobwechsel

Kündigung des Arbeitsvertrags: Muss man als Arbeitnehmer einen Grund angeben?

Bei einem Kündigungsschreiben müssen Arbeitnehmer einige Dinge beachten, damit es wirksam wird. Gehört auch ein Kündigungsgrund hinein?

Frankfurt – Der Chef ist nur am meckern, das Arbeitspensum enorm: Nach Gründen für eine Jobwechsel brauchen Mitarbeiter meist nicht lange zu suchen. Doch müssen Arbeitnehmer im Kündigungsschreiben auch den Kündigungsgrund nennen?

Kündigungsgrund nur bei außerordentlichen Kündigungen notwendig

Entgegen landläufiger Meinung müssen Arbeitnehmer bei einer ordentlichen Kündigung keinen Kündigungsgrund angeben. Arbeitsrechtler raten sogar explizit davon ab, im Kündigungsschreiben einen solchen Grund zu nennen, um im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung keine Angriffsfläche zu bieten.

Anders sieht es bei einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung aus: Hier sind Mitarbeiter sehr wohl dazu verpflichtet, einen Kündigungsgrund anzugeben, um das Arbeitsverhältnis sofort beenden zu dürfen. Arbeitnehmer brauchen für eine fristlose Kündigung jedoch schwerwiegende Gründe, wie ausbleibende Gehaltszahlungen, Tätlichkeiten durch den Chef oder Verletzungen des Arbeitsschutzes. Welche Kündigungsgründe eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer rechtfertigen und ob Sie zuvor Abmahnen müssen, erfahren Sie hier.

So läuft eine Kündigung durch den Arbeitnehmer ab

Damit die Kündigung auch wirksam wird und Sie das Unternehmen zum gewünschten Zeitpunkt verlassen dürfen, müssen Sie laut Arbeitsrecht zwei Punkte beachten:

  • Eine Kündigung bedarf immer der Schriftform (§ 623 BGB). Eine E-Mail oder ein Fax genügen nicht
  • Das Kündigungsschreiben muss immer persönlich unterschrieben werden (nicht eingescannt).

Des Weiteren müssen Sie die Kündigungsfrist beachten, die sich aus dem Arbeitsvertrag, aus einem geltenden Tarifvertrag oder aus dem Gesetz ergibt. Nach § 622 BGB können Arbeitnehmer mit einer gesetzlichen Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende kündigen. Dies gilt für alle Arbeitnehmer, die bereits länger als sechs Monate beschäftigt sind. Mehr zum Thema Kündigungsfrist erfahren Sie hier.

Kündigungsgrund angeben? Bei einer ordentlichen Kündigung ist dies für Arbeitnehmer nicht notwendig.

Diese Punkte dürfen in keiner Kündigung fehlen

Damit es zu keinen Verwechslungen kommt und um Missverständnisse auszuschließen, sollten außerdem folgende Punkte in der Kündigung immer genannt werden:

  • Vollständige Anschrift des Arbeitnehmers und Arbeitgebers
  • ggf. Personalnummer
  • aktuelles Datum, um im Zweifel die Einhaltung der Kündigungsfrist nachzuweisen
  • Der Betreff sollte das Wort „Kündigung“ enthalten, um rechtlich bindend zu sein
  • Kündigungsfrist („Hiermit kündige ich fristgerecht zum [Datum].“)
  • handgeschriebene Unterschrift (nicht eingescannt)

(as)

Mehr zum Thema: Kündigung schreiben: Wie kündige ich den Arbeitsvertrag?

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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