1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Karriere

Kündigung: Wie sage ich dem Vorgesetzten, dass ich den Job wechsle?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Stettner

Kommentare

Eine Mitarbeiterin spricht mit ihrem Vorgesetzten. Bei manchen Chefs fällt es schwer, seine Kündigung zu offenbaren.
Bei manchen Chefs fällt es schwer, seine Kündigung zu offenbaren. © Joseffson/imago-Images

Kündigungsgespräche fallen vielen Arbeitnehmern schwer. Doch wie die Kündigung mitteilen? Sollen sie mit dem Chef über die wahren Gründe sprechen – oder lieber ausweichen?

Wenn der morgendliche Weg zur Arbeit mit einem miesen Bauchgefühl verbunden ist und einem die Aufgaben nicht erfüllen, ist es manchmal einfach an der Zeit, zu kündigen. Spätestens, wenn die Zusage für den neuen Job eintrudelt, sollten sich Mitarbeiter mit der Kündigung beschäftigen. Doch wie sage ich es nur meinem Chef? Wir haben ein paar Tipps für Sie.

1. Ihr Chef sollte als erstes von der Kündigung erfahren

Die Kündigung des Arbeitsvertrags muss zwar immer schriftlich erfolgen, dennoch sollten Sie Ihrem direkten Vorgesetzten den Jobwechsel nicht über den Postweg mitteilen. Zumal so oft die Personalabteilung oder der Geschäftsführer als Erstes davon erfährt. Suchen Sie stattdessen ein Gespräch unter vier Augen, bei dem Sie das Schreiben persönlich überreichen (Quittierung nicht vergessen!).

Lesen Sie auch: Kündigungen: Sind drei Abmahnungen wirklich nötig? Alles was Angestellte wissen müssen.

2. Bleiben Sie respektvoll und ehrlich

Auch, wenn zwischen Ihnen und ihrem Chef nicht das beste Verhältnis besteht oder Sie Groll gegen ihn hegen, so sollte der Ton im Gespräch stets sachlich und respektvoll bleiben: Für eine „Abrechnung“ mit Vorwürfen ist im Kündigungsgespräch kein Platz und es wäre zudem mehr als unprofessionell. Auch bei Angriffen seitens Ihres Chefs sollten Sie souverän bleiben und sich nicht hinreißen lassen, Kontra zu geben.

So könnten Sie Ihrem Chef die Kündigung mitteilen:
„Ich habe ein Angebot für eine Stelle erhalten, bei der ich die Möglichkeit sehe, mich fachlich weiterzuentwickeln und mein Wissen sowie meine Fähigkeiten einzubringen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen – auch wenn es mir schwer fällt. Gerade das Team ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich konnte in den letzten zwei Jahren enorm viel dazulernen. Für diese Chance möchte ich mich noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken.

Die Übergabe meines Aufgabenbereichs soll natürlich möglichst reibungslauf verlaufen, daher möchte ich mit Ihnen besprechen, wie meine Aufgaben verteilt werden und wie meine restliche Zeit im Unternehmen aussehen soll.“

Lesen Sie auch: Weisungsrecht: Was der Chef von Mitarbeitern verlangen darf.

3. Verraten Sie nicht zu viel

Denken Sie daran: Sie müssen nicht alles verraten, nur weil der Chef nachbohrt! Egal, ob das geringe Gehalt oder die schlechten Führungsqualitäten des Chefs der eigentliche Grund für die Kündigung waren. Auch ihre neue Stelle müssen Sie nicht preisgeben, wenn Sie das nicht wollen. Stattdessen können Sie anbieten, sich wieder zu melden, wenn sie richtig im neuen Job angekommen sind. (as)

Mehr zum Thema: Keine Antwort auf Bewerbung erhalten? Was Jobsuchende jetzt tun sollten.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Auch interessant

Kommentare