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Eine Mitarbeiterin spricht mit ihrem Vorgesetzten. Bei manchen Chefs fällt es schwer, seine Kündigung zu offenbaren.
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Bei manchen Chefs fällt es schwer, seine Kündigung zu offenbaren.

Tipps und Tricks

Kündigung: Wie sage ich den Vorgesetzten, dass ich den Job wechsle?

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Kündigungsgespräche fallen vielen Arbeitnehmern schwer. Doch wie die Kündigung mitteilen? Sollen sie mit dem Chef über die wahren Gründe sprechen – oder lieber ausweichen?

Wenn der morgendliche Weg zur Arbeit mit einem miesen Bauchgefühl verbunden ist und einem die Aufgaben nicht erfüllen, ist es manchmal einfach an der Zeit, zu kündigen. Spätestens, wenn die Zusage für den neuen Job eintrudelt, sollten sich Mitarbeiter mit der Kündigung beschäftigen. Doch wie sage ich es nur meinem Chef? Wir haben ein paar Tipps für Sie.

1. Ihr Chef sollte als erstes von der Kündigung erfahren

Die Kündigung des Arbeitsvertrags muss zwar immer schriftlich erfolgen, dennoch sollten Sie Ihrem direkten Vorgesetzten den Jobwechsel nicht über den Postweg mitteilen. Zumal so oft die Personalabteilung oder der Geschäftsführer als Erstes davon erfährt. Suchen Sie stattdessen ein Gespräch unter vier Augen, bei dem Sie das Schreiben persönlich überreichen (Quittierung nicht vergessen!).

Lesen Sie auch: Kündigungen: Sind drei Abmahnungen wirklich nötig? Alles was Angestellte wissen müssen.

2. Bleiben Sie respektvoll und ehrlich

Auch, wenn zwischen Ihnen und ihrem Chef nicht das beste Verhältnis besteht oder Sie Groll gegen ihn hegen, so sollte der Ton im Gespräch stets sachlich und respektvoll bleiben: Für eine „Abrechnung“ mit Vorwürfen ist im Kündigungsgespräch kein Platz und es wäre zudem mehr als unprofessionell. Auch bei Angriffen seitens Ihres Chefs sollten Sie souverän bleiben und sich nicht hinreißen lassen, Kontra zu geben.

So könnten Sie Ihrem Chef die Kündigung mitteilen:
„Ich habe ein Angebot für eine Stelle erhalten, bei der ich die Möglichkeit sehe, mich fachlich weiterzuentwickeln und mein Wissen sowie meine Fähigkeiten einzubringen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen – auch wenn es mir schwer fällt. Gerade das Team ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich konnte in den letzten zwei Jahren enorm viel dazulernen. Für diese Chance möchte ich mich noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken.

Die Übergabe meines Aufgabenbereichs soll natürlich möglichst reibungslauf verlaufen, daher möchte ich mit Ihnen besprechen, wie meine Aufgaben verteilt werden und wie meine restliche Zeit im Unternehmen aussehen soll.“

Lesen Sie auch: Weisungsrecht: Was der Chef von Mitarbeitern verlangen darf.

3. Verraten Sie nicht zu viel

Denken Sie daran: Sie müssen nicht alles verraten, nur weil der Chef nachbohrt! Egal, ob das geringe Gehalt oder die schlechten Führungsqualitäten des Chefs der eigentliche Grund für die Kündigung waren. Auch ihre neue Stelle müssen Sie nicht preisgeben, wenn Sie das nicht wollen. Stattdessen können Sie anbieten, sich wieder zu melden, wenn sie richtig im neuen Job angekommen sind. (as)

Mehr zum Thema: Keine Antwort auf Bewerbung erhalten? Was Jobsuchende jetzt tun sollten.

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

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