Kündigung in Probezeit: Geld für offene Urlaubstage

Heidelberg (dpa/tmn) - Neue Mitarbeiter haben nach dem Bundesurlaubsgesetz im ersten halben Jahr keinen Anspruch auf Urlaub. Kommt es innerhalb dieser Frist

Heidelberg (dpa/tmn) - Neue Mitarbeiter haben nach dem Bundesurlaubsgesetz im ersten halben Jahr keinen Anspruch auf Urlaub. Kommt es innerhalb dieser Frist - die meist mit der Probezeit übereinstimmt - zur Kündigung, wird der Urlaub ausgezahlt.

"Dem Arbeitgeber soll in den ersten Monaten die Gelegenheit gegeben werden, seinen neuen Mitarbeiter erstmal einzuarbeiten", erläutert Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg, die Regelung aus dem Urlaubsgesetz.

Wer 30 Tage Urlaub hat und nach fünf Monaten ausscheidet, dem stehen 12,5 Urlaubstage zu. Der halbe Tag wird aufgerundet, so dass sich ein Anspruch auf 13 Tage ergibt. Da ein durchschnittlicher Monat 21 Arbeitstage hat, habe der Arbeitnehmer Anspruch auf rund 60 Prozent eines Monatsgehaltes, erläutert Eckert, der im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins sitzt.

Anders sehe es aus, wenn der Chef seinem Arbeitnehmer nach der Kündigung die Möglichkeit gibt, Urlaub zu nehmen. Lehnt der Arbeitnehmer dies ab, könne es schwierig werden, einen Abgeltungsanspruch durchzusetzen.

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