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Jobfrust

Soll ich kündigen? Dieser Test hilft Arbeitnehmern, eine Entscheidung zu treffen

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Wenn die Laune am Arbeitsplatz immer schlechter wird, denken viele an Kündigung. Doch ist ein Jobwechsel richtig? Ein Test hilft bei der Entscheidungsfindung.

Den ungeliebten Job einfach kündigen – obwohl er ein sicheres Gehalt bietet? Einfach hinwerfen, obwohl es beim neuen Arbeitgeber vielleicht schlimmer laufen könnte? Diese Fragen schwirren unzufriedenen Mitarbeitern oft im Kopf herum. Doch eine Kündigung wirklich in die Tat umsetzen – davor schrecken die meisten trotzdem zurück. Etwa, weil der Zeitpunkt scheinbar nicht passt, oder weil unverhofft eine Beförderung herausspringt.

Kündigung: Den perfekten Zeitpunkt dafür gibt es nicht

Wer mit dem Gedanken spielt zu kündigen, kann jedoch mit einem einfachen Test herausfinden, ob eine Kündigung vielleicht doch die bessere Idee wäre. Den perfekten Zeitpunkt gebe es laut Experten ohnehin nie: „Der Anspruch, es müssen erst alle Umstände optimal sein, bevor man ins Handeln kommen kann, ist unrealistisch“, schreibt Job-Coach Ragnhild Struss in einem Gastbeitrag des Online-Magazins Stern.de. „Er entspringt einem ungesunden Perfektionismus, der uns ausbremst und vom Weiterkommen abhält“, so die Expertin weiter.

Lesen Sie auch: Kündigung: Müssen Arbeitnehmer einen Kündigungsgrund angeben?

Den aktuellen Job zu kündigen, fällt nicht immer leicht.

Test: Soll ich meinen Job kündigen? Das hilft bei der Entscheidungsfindung

Wer herausfinden möchte, ob eine Kündigung tatsächlich angebracht ist, sollte sich Struss‘ Erfahrung nach mit einer klassischen Pro-Contra-Liste Klarheit verschaffen:

  1. Pro/Contra: Notieren Sie alle Dinge, die Sie an Ihrem Job stören – und auch alle, die Ihnen gefallen.
  2. Bewerten Sie nun alle Punkte nach Wichtigkeit für Sie, auf einer Skala von 0 (gar nicht wichtig für mich) bis 10 (sehr wichtig für mich).
  3. Im Anschluss wiegen Sie nur diejenigen Punkte gegeneinander ab, die Sie mit 8-10 bewertet haben. Alle anderen lassen Sie außen vor.

Überwiegt für Sie nach diesem kleinen Test die Contra-Seite, so sollten Sie den aktuellen Job tatsächlich lieber in den Wind schießen.

Schlechte Gründe für eine Kündigung

Manche Dinge im Job können eben ganz schön frustrieren. Bei genauem Hinsehen sind sie jedoch ein denkbar schlechter Grund für eine Kündigung, etwa wenn Sie herbe Kritik von Ihrem Chef einstecken mussten oder generell an einen miesepetrigen Vorgesetzen geraten sind. Schwierige Manager finden Sie leider in jedem Unternehmen. Wohingegen Sie immer kündigen sollten, ist, wenn Ihre Gesundheit darunter leidet oder wenn der Job Ihrer beruflichen Entwicklung mehr schadet als nützt. (as)

Mehr zum Thema: Wie sage ich meinem Vorgesetzen, dass ich kündige?

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Rubriklistenbild: © Vasily Pindyurin via www.imago-images.de

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