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Knochenarbeit im Ferienparadies

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Bitte recht freundlich: Die Anforderungen des Arbeitgebers an einen Animateur sind so hoch wie die Ansprüche der Urlauber.
Bitte recht freundlich: Die Anforderungen des Arbeitgebers an einen Animateur sind so hoch wie die Ansprüche der Urlauber. © dpa

Organisationstalent, Pädagoge, Sportler: Die Liste der Anforderungen für Animateure ist lang. Und es hat seine Gründe, warum die Urlaubsanbieter solide Ausbildungen verlangen. Animateur ist ein echter Knochenjob und es lastet viel Verantwortung auf den Schultern der Gute-Laune-Verbreiter.

Ein herrlicher Sandstrand, Liegen am Hotel-Pool und das Zirpen der Grillen in der Südsonne: Animateure haben einen traumhaften Arbeitsplatz. Jedes Jahr zieht der Job deshalb zehntausende junge Leute an. Aber mit Urlaub unter Palmen und Cocktails am Pool hat Animation rein gar nichts zu tun. Die Reiseveranstalter suchen Organisationstalente, die einen ganzen Sommer lang rund um die Uhr gute Laune verbreiten, Sport und Spiele anleiten und Kinder trösten können. Entsprechende Qualifikationen sind Voraussetzung.

Animation als Baustein im Lebenslauf

Für Erzieher, Sportstudenten oder Krankenschwestern ist eine Saison im Ferienparadies oft nicht nur ein lukrativer Job, sondern ein wichtiger Baustein im Lebenslauf. Jedes Jahr im Herbst machen sich die Reiseveranstalter auf die Suche nach Talenten für den nächsten Sommer. Der Bedarf ist ungebrochen groß. Zwar kommt auf jede offene Stelle eine Vielzahl an Interessenten. Aber Bewerber mit guten Qualifikationen hätten durchaus gute Chancen, sagt Sonja Meyer, Leiterin der Animationsabteilung beim Reiseveranstalter Alltours in Duisburg. „Trotz der vielen Bewerber fällt es in einigen Bereichen schwer, gut qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen“, sagt sie.

Für Pädagogen oder Sport-Studenten könne eine Saison als Animateur wirklich etwas für ihre Karriere bringen, sagt Alexander Hass, Betreiber des Internetportals Animateure.de, auf dem fast alle großen Veranstalter ihre Stellen ausschreiben. „Ein halbes Jahr so intensiv zu arbeiten, bringt einen fachlich wirklich nach vorne.“

Fachliche Qualifikation ist Voraussetzung

Denn die verlangten Qualifikationen haben es in sich: Wer bei Alltours als Kinderanimateur arbeiten will, sollte eine Ausbildung als Erzieher oder Lehrer in der Tasche haben. Ein Sport- und Fitness-Animateur braucht einen Trainerschein und Lizenzen etwa für Aerobic. Für den reinen Unterhaltungs-Animateur sind die Anforderungen nicht so spezifisch: „Da brauchen wir sportbegeisterte Allrounder für Spiel und Spaß an Pool und Strand“, sagt Meyer.

Animation ist Dienstleistung

Vor allem aber müssen Animateure perfekte Dienstleister sein. Ob beim Beach-Volleyball, im Fitness-Raum, bei einem Ausflug in die Umgebung oder beim Unterhaltungsprogramm am Abend: Animateure müssen die Urlaubsgäste bei den Aktivitäten anleiten und mit guter Laune anstecken können.

Fallstricke beim Casting

„Heute Telefoncasting - morgen fliegen“ - kurz vor Saisonbeginn finden sich zahlreiche Annoncen, die im Expressverfahren nach Animateuren suchen. Gerade bei solchen Angeboten rät Alexander Hass von Animateure.de, auf die Rahmenbedingungen zu achten. „Der Arbeitsvertrag sollte in deutscher Sprache sein“, betont er. Sonst wundere man sich nachher, was man alles unterschrieben hat. Um eine Arbeitserlaubnis und die nötigen Versicherungen sollte sich der Arbeitgeber kümmern und das auch garantieren. Auch die Unterkunft im Doppelzimmer und die Verpflegung dürften Animateure nichts kosten. Seriöse Anbieter zahlten auch die Anreise - teilweise müsse man aber die Kosten für den Hinflug vorstrecken. (Marc Herwig/red)

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