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Eine Frau arbeitet am Laptop und hat in der anderen Hand eine Tasse Kaffee.
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Manch einer überlegt dreimal, ob ein Jobwechsel dem Lebenslauf guttun würde. Der Grund dafür sind verschiedene Mythen – dabei stimmen sie gar nicht mehr. (Symbolbild)

Eindeutige Meinung

Karriereexperte über Irrtümer zum Jobwechsel: Welche davon stimmen noch?

„Man sollte alle drei Jahre den Job wechseln“, heißt einer der Irrtümer. Doch stimmt das noch? Ein Karriereexperte verrät, was er davon hält.

Den einen oder anderen Satz zum Jobwechsel hört man immer wieder mal. Wer gerade tatsächlich über einen Arbeitgeberwechsel nachdenkt, ist besonders sensibel im Umgang mit diesen Mythen. Der Wunsch nach einem Jobwechsel kann aus verschiedenen Gründen im Raum stehen. Sei es, dass die Arbeit einen nicht mehr ausfüllt, sondern eher frustriert. Oder auch, dass man das Gefühl hat, sich nicht weiterentwickeln zu können. Manch anderer geht, weil die Gehaltsvorstellungen nicht gezahlt werden. Egal, aus welchen Gründen ein Arbeitnehmer den Job wechseln möchte, die folgenden fünf Mythen können dabei völlig außer Acht gelassen werden.

Jobwechsel-Mythos #1: „Karrieren, bei denen Arbeitnehmer ihr gesamtes Berufsleben bei ein und demselben Arbeitgeber verbringen, sind nicht mehr zeitgemäß.“

Im Interview mit Business Insider verrät der Karriereberater Frank Rechsteiner, dass er dem so nicht unbedingt zustimmen würde. Immerhin können sich Arbeitnehmer auch innerhalb einer Firma weiterentwickeln. Idealerweise sollte man alle vier Jahre innerhalb des Betriebes die Position wechseln, denn auch das bringt Abwechslung in den Lebenslauf. Dennoch gibt der Experte auch zu, dass die breite Masse dem Mythos vermutlich zustimmen würde.

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Jobwechsel-Mythos #2: „Man sollte alle drei Jahre den Job wechseln.“

Hier stellt Rechsteiner die Gegenfrage: „Warum sollte das jemand tun?“ Seiner Ansicht nach gibt es keine zu langen oder zu kurzen Zeiträume, um für einen Arbeitgeber zu arbeiten. Wer glücklich und zufrieden ist, sollte durchaus dort bleiben dürfen. Und auch hier sagt der Experte wieder: „Man kann sich auch innerhalb eines Unternehmens exzellent weiterentwickeln.“

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Jobwechsel-Mythos #3: „Man sollte immer Ausschau nach dem nächsten Job halten, unabhängig davon, ob man im aktuellen Job zufrieden ist oder nicht.“

Diesen Mythos vergleicht der Karriereexperte mit einer Ehe. Denn da würde man sich schließlich auch nicht auf verschiedensten Portalen nach etwas Besserem umsehen. Ganz im Gegenteil. Wer einen tollen Job hat und bewusst Ausschau nach anderen Möglichkeiten hält, macht sich damit auf Dauer nur unglücklich. Dann doch lieber die aktuellen Möglichkeiten nutzen und sich im eigenen Betrieb weiterentwickeln. Oder eben nur dann etwas Neues suchen, wenn der derzeitige Job nicht zufriedenstellend ist.

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Jobwechsel-Mythos #4: „Man sollte mindestens zwei Jahre lang im Job bleiben — das macht sich sonst schlecht auf dem Lebenslauf.“

Und auch hier hat Rechsteiner eine andere Meinung: „Wir sind alle dazu angehalten, uns immer wieder neu auszuprobieren. Und wenn wir nach zwei oder drei Monaten in einem neuen Job feststellen, dass es überhaupt nicht passt, würde ich sogar plädieren, schnellstmöglich zu wechseln.“ Das ist heutzutage nicht mehr so wild. Immerhin lässt sich ein schneller Jobwechsel mit den richtigen Argumenten auch gut begründen.

Jobwechsel-Mythos #5: „Bei einem Jobwechsel sollte man niemals die gleiche Position annehmen – es ist die Chance, eine Karrierestufe hochzuklettern.“

Diesem Mythos stimmt der Experte tatsächlich zu, denn er sagt: „Wenn das Frustpotenzial hoch ist, verbirgt sich oft der Glaubenssatz hinter dem Wechsel, dass beim neuen Arbeitgeber alles besser wird. Wenn es das gleiche berufliche Level ist, ist der Charme des neuen Arbeitgebers allerdings meist relativ schnell verflogen.“ Wer also einen neuen Job in der gleichen Position annimmt, verweigert sich selbst der Chance, auf der Karriereleiter zu steigen. Schließlich soll ein Jobwechsel auch die Gelegenheit sein, beruflich zu wachsen. (swa)

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