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Bewerber bekommen nützliche Tipps.

Arbeitgeber bewerten

Karriere-Netzwerk weist Bewerbern den Weg

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Unternehmen lassen die Hüllen fallen: Im Karriere-Portal kununu dürfen (Ex-)Mitarbeiter, Bewerber und Azubis ihre Arbeitgeber bewerten. Hier erfahren Sie, ob der Chef freundlich oder das Gehalt angemessen ist.

Das Büro erinnert an einen „Hühnerstall“, der Chef ist völlig zerstreut und die Kollegen spinnen Intrigen. Wer einen Job sucht, möchte sich zuvor genau über den möglichen Arbeitgeber informieren. Auf dem Karriere-Netzwerk kununu erhalten Nutzer mit nur wenigen Klicks nützliche Infos und Erfahrungsberichte zu über 68.000 Unternehmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz - egal ob Reisebüro, Softwarehersteller oder Restaurant. Gesammelt und ausgewertet werden Bewertungen von Mitarbeitern, ehemaligen Beschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten.

Unter den bewerteten Firmen ist auch die Deutsche Telekom: Glaubt man den vergebenen Noten der Mitarbeiter, halten die Kollegen im Unternehmen besonders gut zusammen (4,09 von 5 Punkten), um das Konzern-Image ist es aber weniger gut bestellt (3,15 von 5 Punkten). Dafür gibt es zahlreiche Benefits wie flexible Arbeitszeitmodelle oder Kinderbetreuung. Die Telekom selbst beschreibt auf ihrem angedockten Profil kurz ihre wichtigsten Arbeitsbereiche und informiert über freie Stellen.

Für Arbeitgeber ist ein solches kununu-Profil kostenpflichtig. Der Vorteil: Sie können sich im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter in einem guten Licht zeigen und sogar Fotos oder Videos einstellen. „Mit der Präsenz bei kununu verfolgen wir das Ziel unser Unternehmen authentisch und ungeschminkt darzustellen“, sagt etwa Frank Groth von der Metro Group, die ebenfalls im Netzwerk vertreten ist.

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Stresstests oder Rollenspiele

Das Online-Angebot funktioniert ähnlich wie eine Plattform zur Hotelbewertung. Wer seinen Arbeitgeber von „mangelhaft“ bis „sehr gut“ benoten will, kann sich vorher gratis bei kununu registrieren. Ansonsten reicht auch die Angabe einer Mailadresse. Anonym bleibt die Bewertung natürlich trotzdem. „Pro Monat nutzen mehr als eine Million Besucher die Plattform“, informiert kununu.

Abgerundet wird das Angebot durch einen Stellenmarkt. Interessierte Nutzer können zum Beispiel nur in einem bestimmten Umkreis ihres Wohnortes suchen - oder gezielt nach Betrieben, die ausbilden. Zur Auswahl stehen Unternehmen aus allen deutschsprachigen Ländern.

Besonders praktisch für Bewerber: Sie können sich auf kununu informieren, wie genau das Bewerbungsverfahren abläuft. Gibt es etwa Stresstests oder Rollenspiele im Assessment-Center? Muss man einen Vortrag halten oder sogar einen IQ-Test ablegen? Mit diesem Insiderwissen ist eine gute Vorbereitung leichter möglich.

Konkurrenz für LinkedIn

Das Karriere-Netzwerk gehört seit kurzem zum Hamburger Unternehmen Xing. Das Modell der 2007 in Wien gegründeten Firma sei eine wichtige Erweiterung im Geschäft mit Dienstleistungen in der Personalvermittlung, erklärte Xing. „Der Kauf von kununu stärkt unsere Position in diesem Wachstumsmarkt deutlich“, erklärte Xing-Chef Thomas Vollmoeller.

Gemeinsam wollen kununu und Xing den Nutzern einzigartige Einblicke in das Innere von Unternehmen bieten. Diese könnten laut Vollmoeller beide Portale nutzen, um sich im Wettbewerb um Talente besser aufzustellen. Der Zusammenschluss kommt Xing im Kampf um Marktanteile zugute, denn das Portal steht international in einem harten Wettbewerb mit dem weltweit größten Karriere-Netzwerk LinkedIn. (Mit Material von dpa)

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