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No-Go im Job – warum man folgende Sätze nie sagen sollte

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Von: Anna Heyers

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Schlechtes Arbeitsklima und die eigene Arbeit kleinreden – es gibt einige Sätze, auf die sollte man am Arbeitsplatz verzichten oder sie positiver formulieren.

Einige Sprüche haben sich so im Arbeits-Wortschatz gefestigt, dass viele Beschäftigte kaum noch über sie nachdenken. Dabei wirkt man bei bestimmten Äußerungen schnell lustlos, unhöflich oder gar faul. Außerdem kommen die Äußerungen häufig nicht so rüber, wie sie vielleicht gemeint waren. Psychologin und Karriere-Expertin Pia Dominique Schweitzer erklärte deshalb gegenüber der Welt, welche Sprüche man im Job besser vermeidet. Auch für Vorgesetzte gibt es einige Sätze, die besser nicht gesagt werden sollten.

Schmälert die eigene Wirkung: „Blöde Frage, aber …“

Wer seinen Satz mit „Dumme Idee, aber …“ oder „Blöde Frage, aber …“ einleitet, erreicht in der Regel nur eines: nämlich nicht ernst genommen zu werden. Durch so einen Einstieg mach man sich und seine Meinung kleiner und dem Gesagten wird ebenfalls in der Regel weniger Gewicht gegeben. Karriere-Expertin Schweitzer rät hier eher zu Formulierungen wie beispielsweise „Was halten Sie von …“ oder „Wie wäre es mit …“.

Das hohe Ross: „Das gehört nicht zu meinen Aufgaben“

Es passiert immer wieder, dass man mit Aufgaben konfrontiert wird, die nicht im eigenen Bereich liegen. Natürlich muss man darauf achten, dass man sich selbst so nicht zu viel aufbürdet und auch ein Nein ist akzeptabel. Es kommt hier aber auf die Wortwahl an: „Das gehört nicht zu meinen Aufgaben“ oder „Dafür bin ich nicht zuständig“ wirkt schnell überheblich. Besser ist es hier laut Expertin, einen Gegenvorschlag zu machen. Man kann vielleicht später seine Hilfe anbieten oder erklären, warum es gerade eben nicht möglich ist. Auch das Weiterleiten an einen Kollegen ist möglich – wenn man weiß, dass dieser noch Kapazitäten hat.

Business-Meeting von Mitarbeitern.
Gerade in Meetings und Terminen ist es wichtig, Kompetenz auszustrahlen. Bestimmte Sätze machen das schwer, da sich der Sprecher u.U. selbst klein hält. (Symbolbild) © Josep Suria/Imago

Übrigens: An vier Anzeichen erkennt man häufig, ob man im Job überfordert ist.

Warum „kein Problem“ ein Problem ist

Für zahlreiche Menschen ist „kein Problem“ eine der Antworten auf eine Dankesbekundung. Hier meint Schweitzer, dass Sie mit dieser Äußerung schnell arrogant wirken können, denn offenbar war es für das Gegenüber schon ein Problem, für einen selbst nicht. Ist „kein Problem“ die Antwort auf die Frage, ob eine Aufgabe übernommen werden kann, sollte man zukünftig auch vorsichtiger werden. Die Karriere-Expertin erklärt gegenüber der Welt, dass man so schnell wie ein Ja-Sager wirkt. Ihrer Ansicht nach ist es wichtig, Grenzen zu setzen, sonst wirkt man allzu schnell wie jemand, „mit dem man machen kann, was man will.“ Außerdem lässt sich bei vielen Aufgaben gar nicht abschätzen, ob die Erfüllung wirklich so problemlos vonstattengeht. Besser ist hier also das einfache „gern geschehen“ als Antwort auf den Dank. Bei Aufgabenstellungen sollte man sich erst alle Fakten besorgen, bevor man zusagt.

Fehlende Durchsetzungskraft: „Ich finde, …“

„Ich finde, man könnte …“ – eigentlich möchte man mit so einem Satz einfach nur seine eigene Meinung ausdrücken. Doch stattdessen besteht die Gefahr, dass man besserwisserisch erscheint oder gleich als wenig durchsetzungsfähig. Achten Sie mal darauf, ob und wann Sie Sätze so einleiten, und versuchen Sie, den Satz auffordernder zu formulieren. Vielleicht mit Einstiegen wie „was haltet ihr von …“ oder „ich sehe das so … was meint ihr?“

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„Ich weiß es nicht“ sendet falsche Botschaft

Nicht alles zu wissen, ist menschlich und absolut in Ordnung. „Ich weiß es nicht“ sendet allerdings die Botschaft aus, dass man sich nicht gut genug vorbereitet hat oder dass es einem nicht wichtig ist, sich mit einem Thema zu beschäftigen. Laut Schweitzer ist eine Formulierung fast noch fataler: „Noch schlimmer als zu sagen ‚Ich weiß es nicht‘ wäre es jedoch, mit ‚Ich glaube …‘ zu antworten, ohne wirklich eine Ahnung zu haben.“ Ihr Vorschlag ist in solchen Fällen das Vertagen, zum Beispiel mit dem Satz: „Das muss ich noch mal prüfen. Ich melde mich morgen mit der Info.“ So gesteht man der Expertin nach, das Unwissen zwar ein, zeigt aber auch, dass man willig ist, Zeit zu investieren und auch, dass man keine Halbwahrheiten weitergeben möchte. Das zeugt wiederum von Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Kompetenz.

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