Bewerbungsgespräch

Jugendliche oft unvorbereitet

Jugendliche üben am besten vorab, wie sie auf Fragen im Vorstellungsgespräch reagieren. Viele gingen zu unvorbereitet in solche Gespräche, sagte Peter Krötenheerdt vom Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches (BDVT).

"Und das zweite Entsetzen kommt dann, wenn es heißt: 'Haben Sie selbst Fragen?'" Jugendliche sollten sich daher vorher überlegen, was sie über den Betrieb wissen wollen.

Oft fassten Jugendliche solche Fragen falsch auf, erklärte Krötenheerdt. Denn der Personaler will ihnen damit nur die Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen. "Viele verdrehen dann aber die Augen und denken sich: Ja, hat der denn meine Unterlagen nicht gelesen?", sagte der Coach. Dabei sei eine solche Aufforderung "die Chance, dem anderen zu verdeutlichen, dass man der Richtige ist".

Jugendliche dürften aber keine Romane erzählen, wenn sie sich dem Personaler vorstellen. "Es geht darum, in drei bis vier Punkten kompakt klarzumachen, warum man für die Stelle geeignet ist." Wer das schafft, überzeugt den Personaler gleich in doppelter Hinsicht: "Dann sieht er: Der hat sich vorbereitet, und der kann Dinge auf den Punkt bringen."

Die eigene Vorstellung üben Bewerber am besten mit Karteikarten, auf denen sie Stichpunkte notieren, empfahl Krötenheerdt. Darauf schreiben sie ihren Namen, ihre Ausbildung, ihre Stärken sowie ihre Ziele. "Dann sollte man das einmal vor einer Gruppe vortragen."

Jüngere Bewerber dürften sich sogar einen "Spickzettel" ins Vorstellungsgespräch mitnehmen, riet der Coach. "Der Personaler hat ja auch die Mappe vom Bewerber vor sich." Also wirke es auch nicht komisch, wenn Jugendliche ein Blatt mit ein paar Notizen mitbringen. Darauf sollten sie auf der linken Seite in Stichpunkten ihre Stärken aufschreiben. Auf der rechten Seite stehen Fragen, die sie stellen wollen. Und unten lassen sie etwas Platz für Notizen während des Gesprächs. (dpa/tmn)

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