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Jeder muss seine Stellung in der Unternehmensarena behaupten

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Machtspiel: Oft laufen die Attacken unterschwellig ab. Wichtig ist es, dass Opfer von Intrigen sich rechtzeitig zur Wehr setzen.
Machtspiel: Oft laufen die Attacken unterschwellig ab. Wichtig ist es, dass Opfer von Intrigen sich rechtzeitig zur Wehr setzen. © dpa-tmn

Seinen Job gut zu machen, das reicht nicht, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Beim Hauen und Stechen um eine Führungsposition kann sich nur durchsetzen, wer eine Strategie und ein gutes Netzwerk hat.

Von Marc Herwig

Wer auf der Karriereleiter nach oben will, muss sich vor allem durchsetzungsstark sein. Machtkämpfe werden im Büro jeden Tag ausgefochten. Kaum wird in einer Firma eine Führungsposition frei, beginnt ein Hauen und Stechen. Viele wollen sich in Stellung bringen.

Auch Frauen kämpfen um die Macht

Viele Menschen führten solche Machtkämpfe fast schon spielerisch nebenbei. Aber wenn einem das nicht so leicht fällt, muss man sich entsprechende Strategien überlegen.  Vor allem Frauen haben häufig eine Scheu, sich bei Machtkämpfen an ihrem Arbeitsplatz zu beteiligen. Frauen befinden sich in dem Dilemma, dass, wenn sie Macht bejahen, das gleichzeitig bedeuten kann, von der sozialen Umwelt die Identität als Frau abgesprochen zu bekommen.  Eine Frau, die im Konkurrenzkampf mit ihren Kollegen machtbewusst agiere, steht schnell als „Mann-Weib“ da.

Trotzdem hätten karrierebewusste Frauen gar keine andere Wahl als mitzukämpfen. Das Berufsleben ist eben traditionell männliches Terrain, und das hat die Kultur geprägt. Wenn sich Frauen einmal durchgesetzt haben, dann haben sie auch die Gestaltungsfreiheit, die Machtkultur anders zu gestalten.

Der Machtkampf wird zur Intrige

Da wird gekungelt, der Chef hofiert und manchmal sogar eine ausgewachsene Intrige ersonnen. Machtkämpfe seien im Berufsleben völlig alltäglich, sagt Regina Michalik, Führungskräfte-Coach in Berlin. „Man hat überhaupt keine andere Möglichkeit als mitzukämpfen.“ Das gelte selbst dann, wenn man gar keine große Karriere mehr machen will, sondern einfach nur noch seinen derzeitigen Posten verteidigen möchte.

Denn um Macht gekämpft wird fast immer. „Unternehmen sind mikropolitische Arenen, in denen Interessen ausgehandelt und gegebenenfalls auch gegen den Widerstand anderer Personen durchgesetzt werden“, sagt Doris Cornils, Sozialökonomin an der Universität Hamburg. Bei Personalentscheidungen gehe es eben längst nicht nur um die fachlichen Kompetenzen der Bewerber, ergänzt Michalik. Ganz entscheidend sei auch die Machtkompetenz - also die Fähigkeit, die Interessen anderer zu durchschauen und die eigenen durchzusetzen.

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