Immer gut angezogen am Arbeitsplatz

Modeexperten geben Tipps wie man durch einen sicheren Kleidungsstil an Profil im Job gewinnt

Von ANKE SCHMIDT-HILDEBRAND UND DIETRICH HILDEBRAND

Frankfurt a. M. · Ein wirkungsvoller Auftritt im Berufsleben ist neben fachlicher Kompetenz die Grundlage für geschäftlichen Erfolg. Aber was bedeutete das eigentlich? Einen einheitlichen Dresscode für Unternehmen gibt es nicht. Dennoch existieren gewisse Richtlinien für das Business-Outfit, mit dem Beschäftigte Kompetenz ausstrahlen. Die Grundregeln orientieren sich an den folgenden Schlagworten.

Gepflegtheit: Gepflegtheit ist das A und O. "Oben und Unten" - gemeint sind Haare und Schuhe - bestimmen entscheidend den ersten Eindruck. Leider sind sich viele Menschen dessen nicht bewusst und sparen genau hier. Dadurch machen sie sich ihre gesamte Ausstrahlung kaputt. Reicht das Budget auch nicht für superteure Designer-Schuhe, ein gutes Leder ist ein absolutes Muss. Nicht zu vergessen: die entsprechende Pflege. Die Schuhe nach dem Tragen mit Spanner in Form halten und regelmäßig putzen. Für die Frisur gilt: Perfekter Schnitt und - ins besondere für Frauen - die Haare tendenziell zurückgekämmt. Schließlich möchte Ihr Gegenüber Ihnen ins Gesicht sehen und sich nicht in einer struppigen Löwenmähne verirren. Regelmäßiges Waschen versteht sich von selbst.

Angemessenheit: Der Bekleidungsstil sollte zur Branche passen. Empfehlenswert ist es, sich auf die Erwartungen der Kunden einzustellen. So sieht der Kunde, der zur Bank geht, seine Beraterin im gepflegten Zweiteiler und in der hellen Hemdbluse. Tief auf den Hüften sitzende 70er Jahre-Jeans und ein bedrucktes T-Shirt sind hier eindeutig fehl am Platz. In der Werbe- oder Modebranche sieht das ganz anders aus. Wer hier zu seriös auftritt, wird als spießig abgetan.

Klarheit: Weniger ist auch in Sachen Mode mehr. Wir leben heute in einer Welt der Geschwindigkeit. Schnelle Entscheidungen und klare Aussagen sind gefordert. Dazu gehört Klarheit im Outfit. Ein perfekt geschnittener Hosenanzug in edlem Material mit einem gezielt platzierten Schmuckstück steht für Glaubwürdigkeit, Kompetenz und eine klare Stellungnahme. Dagegen signalisiert ein Zuviel an Accessoires Unentschlossenheit und mangelnde Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen.

Wertigkeit: Wertvolle Kleidung unterstreicht wertvolle Worte und wertvolle Worte stehen für fachliche Kompetenz. Wertigkeit heißt: Perfekte Passform, gute Materialien und zurückgenommene Farbigkeit. Das bedeutet nicht, nur Hochpreisiges zu tragen. Vielmehr bestimmen Feingefühl, Kombinationsgeschick und Sinn für Ästhetik das stilvolle äußere Erscheinungsbild.

Wohlgefühl: Kleidung darf weder Fremdkörper noch Störfaktor sein. Sicher und souverän aufzutreten, setzt voraus: Sie fühlen sich wohl in dem, was Sie tragen. Sie wohnen sozusagen in Ihrer Kleidung. Diese unterstreicht, was Sie denken und fühlen - kurz gesagt - Ihre Persönlichkeit. Nur so gewinnen Sie an Wirkungskraft und Ausstrahlung.

Modernität: Modern zu sein, heißt nicht, jeden modischen Firlefanz mit zu machen. Modernität heißt: Das zu tragen, was dem Zeitgeist entspricht und dabei immer seinen persönlichen Stil zu wahren. Gerade für Männer gilt: Das 80er Jahre-Sakko darf ruhig in die Altkleidersammlung und konisch verlaufende Hosen mit mehreren Bundfalten gehören gleich mit dazu.

Grundsätzlich gilt: Regeln sind eine Orientierungshilfe, keineswegs eine zwanghafte Einengung, Aber eines steht doch fest. Sie erleichtern das Leben, denn man weiß wenigstens, wonach man sich im Ideal zu richten hat. Und nur darum geht es. Machen Sie es sich leicht und überzeugen Sie durch gekonnten und sicheren Kleidungsstil. So zeigen Sie Profil im Job.

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