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Wie oft im Homeoffice? Arbeitspsychologe verrät optimale Anzahl von Tagen

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Von: Juliane Gutmann

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Ein Vorteil, wenn man ins Büro geht: Man kann mit den Kollegen die Mittagspause verbringen.
Ein Vorteil, wenn man ins Büro geht: Man kann mit den Kollegen und Kolleginnen die Mittagspause verbringen. © Francesco Buttitta/Imago

Sie arbeiten ausschließlich aus dem Homeoffice? Dann sollten Sie wieder öfter ins Büro. Ein Psychologe erklärt außerdem, warum die Pandemie neurotisch macht.

Die Corona-Pandemie hat viele von uns ins Homeoffice verbannt. Die Infektionsschutzregeln, zu welchen in vielen Branchen auch das Arbeiten von zuhause aus zählt, wurden in vielen Unternehmen bereits wieder gelockert – dank hoher Impfquoten und Hygienemaßnahmen vor Ort. Sie zählen zu den Glücklichen, die die Heimarbeit mit der Präsenz vor Ort kombinieren? Viele Menschen schätzen die Mischung aus Homeoffice und Büroarbeit. So spart man bei ersterer Option den Arbeitsweg und wird in der Regel weniger schnell abgelenkt von einer Tätigkeit als im Büro. Die Arbeit vor Ort lässt dagegen den persönlichen Austausch mit den Kollegen/Kolleginnen und Chefs/Chefinnen zu, was Missverständnissen vorbeugt.

Hannes Zacher als Arbeits- und Organisationspsychologe an der Universität Leipzig hat erforscht, wie sich (die pandemiebedingte) Arbeit im Homeoffice auf die menschliche Psyche auswirkt. Er will die optimale Homeoffice-Formel gefunden haben.

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Eine Frau arbeitet in ihrer Wohnung vor einem Computer an einem Stehtisch.
Viele schätzen die Vorteile von Homeoffice. Doch der Gang ins Büro lohnt sich, so Arbeitspsychologe Hannes Zacher. © Uwe Anspach/dpa

Wie oft Homeoffice? „Empfohlen wird maximal ein bis zwei Tage in der Woche“

Der Universitätsprofessor begann Ende 2019 damit, fast 1.000 Erwerbstätige zu ihrer physischen und psychischen Gesundheit zu befragen, wie das Portal Wirtschaftswoche informiert. Die Analyse entwickelte sich zur Langzeitstudie, im Rahmen derer die Teilnehmer/innen seit März 2021 monatlich befragt werden. Eines der interessantesten Erkenntnisse bisher: Zu oft sollten Arbeitnehmer/innen ihrer psychischen Gesundheit zuliebe nicht von zuhause aus arbeiten. Auf die Frage danach, wie oft Menschen von daheim aus arbeiten sollten, antwortet Arbeitspsychologe Zacher in der Wirtschaftswoche: „Empfohlen wird maximal ein bis zwei Tage in der Woche. Generell kann man sagen, dass nach ein bis zwei Tagen die Zufriedenheit von Mitarbeitern im Homeoffice abnimmt. Das hat damit zu tun, dass sie auch unproduktiver werden, weil sie leichter abgelenkt sind, und es schwieriger wird mit den Kollegen zu kommunizieren und sich zu koordinieren.“

Zacher zufolge habe die Corona-Pandemie die Menschen „neurotischer, unsicherer und ängstlicher“ gemacht. Die Einschränkungen – auch die Homeoffice-Pflicht – hätten sich auf die Persönlichkeit der Menschen ausgewirkt und ihr Verhalten geändert. Die Ursachen für Neurosen wie Ängste, Phobien und depressive Verstimmungen sind vielfältig. Die Studienteilnehmer/innen von Zachers Homeoffice-Studie klagen vor allem über das Fehlen von Struktur und Kontrolle während der Heimarbeit. (jg)

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