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Gesucht: Ingenieure für Produktionstechnik und Robotik.

Automatisierungstechnik

Hier geht alles vollautomatisch

Automatisierungstechniker kommen überall dort zum Einsatz, wo es ohne Maschinen nicht geht. Typische Branchen sind etwa die Produktions- und Fahrzeugtechnik oder die Robotik.

Von Anke Vehmeier

System-, Antriebs-, Kommunikations- und Messtechnik, aber auch Betriebswirtschaft, Business-Englisch und Mathematik – wer Angewandte Automatisierungstechnik studieren will, entscheidet sich für einen umfangreichen Lehrplan. Frank Brennecke hat das nicht abgeschreckt, sondern begeistert. Als er an der Fachhochschule Nordostniedersachsen in Lüneburg studierte – damals, in den 90er-Jahren – war der Studiengang noch sehr neu. „Wir konnten in vielen Fächern an Projekten arbeiten“, erinnert er sich zurück. „Wir haben ein vollautomatisches Gewächshaus und ein Hardware-Café konzipiert, in dem die Gäste ihre Bestellung per Touchscreen direkt am Tisch aufgeben können.“

Automatisierung als Wegrationalisierung?

Heute arbeitet der 43-jährige Berliner im Qualitätsmanagement der Flugfreigabe der Firma Eurofighter. Vorurteile über seinen Beruf weist er von sich: „Automatisierung ist viel mehr als die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen.“ Es ginge darum, Arbeitsplätze sicherer und die Ressourcen einer Firma besser nutzbar zu machen, damit diese am Markt konkurrenzfähig bleibe. Daher kommt die Automatisierungstechnik in vielen Branchen zum Einsatz – überall dort, wo Maschinen und automatisierte Prozesse nötig sind. Ingenieuren bieten sich entsprechend viele berufliche Möglichkeiten: in der Elektroindustrie, im Maschinen und Anlagenbau, im Vertrieb, in der verarbeitenden Industrie, in der Überwachung, in Forschungseinrichtungen oder in der Medizin.

Typische Branchen sind etwa die Produktions- und Fahrzeugtechnik oder die Robotik. Die Ausbildung ist folglich facettenreich. „Der Aufbau des Studiums berücksichtigt die berufliche Praxis, in der zahlreiche Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Fachgebieten in einer komplexen Automatisierungsumgebung beherrscht werden müssen“, sagt Monika Jansen von der Beuth Hochschule in Berlin, einer von zahlreichen Hochschulen, die den Studiengang anbieten. Ein starker Praxisbezug sei dabei sehr wichtig: „Projektlabore ermöglichen den Studierenden, sich entsprechend ihrer Neigung zu erproben. Projekte und Masterarbeiten können in unterschiedlichen Fachbereichen sowie kooperierenden Firmen und Forschungseinrichtungen absolviert werden“, so Jansen.

Ingenieure für Robotik gesucht

Um die Fachliteratur lesen und sich später im Berufsalltag verständigen zu können, seien gute Englischkenntnisse unabdingbar. Ein wirtschaftliches oder kaufmännisches Grundverständnis sollten Interessierte zudem mitbringen. „Und ein technisches Verständnis“, ergänzt Frank Brennecke. Denn im Studium lernen die angehenden Ingenieure Struktur, Konzeption und Aufbau von Automatisierungssystemen und wie sie in der Anlagen- und Produktautomatisierung eingesetzt werden. Im Masterstudiengang werden die Kenntnisse der System-, Kommunikations- und Antriebstechnik sowie Sensorik vertieft.

An seiner Profession schätzt Frank Brennecke besonders, dass er in einem internationalen Programm arbeitet und dabei verschiedene Kulturen, Arbeitsweisen und Sprachen kennenlernen kann. Nicht zuletzt dürften sich Einsteiger darüber freuen, dass die beruflichen Perspektiven vielversprechend aussehen.

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