"Herausforderungen machen meine Arbeit interessant"

Tanja Bögner ist die Beste / Die Vorjahressiegerin des Sekretärinnen-Wettbewerbs sitzt diesmal in der Jury

Frankfurter Rundschau: Frau Bögner, Sie sind die beste Sekretärin des Jahres 2006. Wie sind Sie so gut geworden?

Tanja Bögner: Ich arbeite nun seit rund 15 Jahren in meinem Beruf. Die neuen Herausforderungen in den verschiedensten Branchen mit neuen Chefs bringen eine große Menge an Berufserfahrung mit sich. Es ist jedoch auch ganz wichtig, sich ständig für seinen Bereich weiterzubilden, etwa in der Datenverarbeitung, im Büromanagement oder Fremdsprachen.

Was hat Sie veranlasst, an dem Wettbewerb teilzunehmen?

Die Ausschreibung und die Fragen im Bewerbungsbogen haben mein Interesse geweckt. Ich war neugierig, was mich bei dem Wettbewerb erwartet.

Welche Aufgabe hat Ihnen am meisten Spaß gemacht, welche war am schwersten, was fiel Ihnen am leichtesten?

Generell fand ich es schwierig, Aufgaben unter einer bestimmten Zeitvorgabe und zusätzlicher "Presse-Präsenz" zu lösen. Etwa bei dem Test zum Allgemeinwissen musste ich schon die Ruhe bewahren. Am meisten Spaß hat mir das Übersetzen der englischen Fachbegriffe gemacht.

Macht Ihnen Ihr Beruf immer Freude?

Für mich ist es mein Traumberuf. Natürlich gibt es auch mal Tiefen wie in jedem anderen Job auch. Aber im Sekretariat ist kein Tag wie der andere, ich erlebe ständig neue Herausforderungen und genau das macht diese Arbeit so vielseitig und interessant.

Sind Sie zufrieden mit dem Image, das der Beruf hat?

Der Wettbewerb wurde ja ins Leben gerufen, um den Wandel von der klassischen Sekretärin zur Management-Assistentin zu verdeutlichen und ins rechte Licht zu setzen. Jeder gute Chef sollte wissen, was seine Sekretärin tagtäglich leistet und dass sie teilweise sogar schon Managerfunktionen übernimmt, da sie immer mehr Verantwortung bekommt. Da bei ihr alle Fäden zusammenlaufen, muss sie ständig neu Prioritäten setzen und den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass in manchen Köpfen immer noch das Klischee des fauchenden "Vorzimmerdrachens" oder der Dame mit Dutt herrscht, die mit Stenoblock bewaffnet ins Büro des Chefs eilt, wenn dieser zum Diktat ruft. Dieses Bild ist jedoch in den meisten Unternehmen nicht mehr zeitgemäß.

Beim diesjährigen Wettbewerb gehören Sie der Jury an. Was erwarten Sie von der besten Sekretärin 2007?

Fachwissen, Persönlichkeit und starke Nerven!

Interview: ms

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