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Frauen werden immer noch schlechter bezahlt als männliche Kollegen. (Symbolbild)
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Frauen werden immer noch schlechter bezahlt als männliche Kollegen. (Symbolbild)

Drei neue Studien zeigen Lösungen

Gender Pay Gap: Wie Frauen wesentlich mehr verdienen könnten

Frauen bekommen immer noch deutlich weniger Lohn als Männer. Forscher erklären, warum das so ist und was dagegen helfen könnte.

  • Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als männliche Kollegen.
  • Anlässlich des internationalen Weltfrauentags wurden drei neue Studien veröffentlicht.
  • Warum die Verdienstlücke entsteht und was die Gesellschaft damit zu tun hat.

Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer. Laut dem statistischen Bundesamt beträgt die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern, der sogenannte Gender Pay Gap, durchschnittlich 21 Prozent. Das heißt, dass Frauen für die gleiche Arbeit 21 Prozent weniger Lohn bekommen. Gleich drei neue Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben untersucht, warum das so ist und wie man den Unterschieden entgegenwirken könnte.

Kinderbetreuung immer noch Frauensache

Obwohl Männer und Frauen im deutschen Grundgesetz gleichgestellt sind, scheint das in Sachen Gehalt immer noch in ferner Zukunft zu liegen. Fakt ist: Frauen werden auch 2020 noch viel schlechter bezahlt, als männliche Kollegen. Das hat viele Gründe.

Einer davon ist die Familiengründung*. Wenn es um die Kinderbetreuung geht, gibt es bei deutschen Paaren immer noch einen klaren Trend. Der eine bleibt zu Hause bei den Kindern, der andere verdient das Geld. Wer die Kinder hütet, verdient statistisch gesehen im Laufe des Lebens weniger als sein Partner. In den meisten Fällen ist das die Frau.

Gender Pay Gap: Ab 30 Jahren vergrößern sich die Unterschiede

Das führt dazu, dass die Lücke zwischen den Gehältern mit den Jahren immer weiter auseinanderklafft. Liegt sie bei den unter 30-Jährigen noch bei neun Prozent, steigt sie bei über 49-Jährigen auf 28 Prozent an.

Doch auch der Zeitpunkt, bei dem Gehälter beginnen auseinanderdriften, scheint nicht verwunderlich: Im Alter von 30 Jahren werden Frauen im Durchschnitt zum ersten Mal schwanger. Viele arbeiten dann nur noch Halbtags oder gehen in Elternzeit*. Sie verdienen häufig deutlich weniger, manchmal sogar gar nichts.

Männer mehr mit einbeziehen

Wie die Studienlage nun zeigt: Dieses Problem ließe sich aus dem Weg schaffen. Dazu müssten Männer mehr in die Familienbetreuung eingebunden werden. Das würde bedeuten, dass sich der Ehemann öfter um Kinder, pflegebedürftige Angehörige und den Haushalt kümmern müsste.

Auch staatliche Anreize, wie mehr Partnermonate beim Elterngeld*, eine Einführung einer Familienarbeitszeit und eine Reform des Ehegattensplittings, könnten dabei helfen.

Im Video: Warum verdienen Frauen immer noch weniger als Männer?

Gender Pay Gap: Unterschied gilt auch für Frauen ohne Kinder

„Die sehr ungleich verteilte Sorgearbeit* – sprich insbesondere die Betreuung von Kindern – trägt dazu bei, dass die Stundenlöhne von Frauen ab 30 Jahren nicht weiter steigen. Männer hingegen können bis zum 50. Lebensjahr ein deutliches Gehaltsplus verzeichnen“, erklärt Studienautorin Aline Zucco.

Doch die Studien zeigen auch: Um die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern* auszugleichen, muss noch mehr als das getan werden. Denn selbst wenn Frauen ihren Job nicht zwischenzeitlich an den Nagel hängen, verdienen sie im Laufe ihrer Karriere im Schnitt etwa sechs Prozent weniger als Männer.

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Unterschiedliche Löhne nicht als unfair bewertet

Wie sehr die Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft verankert ist, wird deutlich, wenn man sich die weiteren Studien-Ergebnisse anschaut. Denn nicht nur Männer empfinden es als gerechter, dass Frauen bei gleicher Arbeit ein niedrigeres Gehalt bekommen. Auch Frauen teilen diese Meinung.

Studienteilnehmer mussten, basierend auf einer Beschreibung von fiktiven Personen, bewerten, wem welches Gehalt zu steht. Dabei empfanden es beide Geschlechter als gerecht, dass das für Männer als gerecht empfundene Gehalt* etwa drei Prozent höher war als das der Frauen. Das gilt jedoch nicht für alle Altersgruppen: Befragte unter 33 Jahren stuften gleich hohe Löhne als fair ein, für ältere waren auch größere Unterschiede in Ordnung.

Gender Pay Gap: Frauen erwarten weniger Gehaltserhöhungen

Auch die Ergebnisse einer dritten Studie reihen sich in den Trend ein. So gaben besonders junge Akademikerinnen an, dass sie im Laufe ihrer Karriere geringere Gehaltserhöhungen erwarten als männliche Beschäftigte.

"Wenn Frauen bestimmte Entscheidungen anders treffen als Männer, weil sie mit Blick auf ihre künftigen Löhne pessimistischer sind, verstärkt dies womöglich die tatsächliche Lohnentwicklung und verfestigt den Gender Pay Gap", sagt Studienautorin Iuliia Grabova. Auch dafür haben Forscher eine Lösung: Mehr Frauen in Führungspositionen* könnten zum einen helfen Stereotypen entgegenzuwirken, zum anderen gäbe es Frauen die Möglichkeit, ihre Erwartungen anzupassen.

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lkn

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