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Tipps

So gelingt ein solider Businessplan

Der Businessplan gilt für einige Gründer als ein echtes Mysterium und sieht sich nicht selten einiger Kritik ausgesetzt.

Bei richtiger Umsetzung und Strukturierung hilft er Ihnen jedoch, sich über das eigene Geschäftsvorhaben im Klaren zu sein. Gleichzeitig stellt er die wichtige Grundlage dar, um Investoren von Ihrer Firma zu überzeugen. Mit den folgenden Tipps fällt es Ihnen leichter, einen überzeugenden und durchdachten Businessplan zu verfassen.

Nach wie vor kommt wohl niemand, der sein eigenes Unternehmen gründen möchte, am Schreiben eines Businessplans vorbei. Der Definition nach handelt es sich bei ihm um eine strukturierte und ausgearbeitete Zusammenfassung der eigenen Unternehmensidee. Dies umfasst unter anderem:

  • Finanzielle Überlegungen zur Rentabilität des Unternehmens
  • Eine Strategie zur eigenen Geschäftsidee
  • Erläuterungen zu den Chancen und Risiken
  • Die Angabe und Einschränkung der genauen Zielgruppe
Im Rahmen der Ausarbeitung erscheint ein planmäßiges und strukturiertes Vorgehen natürlich sinnvoll. Unabhängig von der Größe des Plans sind die Ausarbeitungen in der Regel nach einem gleichen Grundschema aufgebaut. Im Wesentlichen können Sie sich dabei an folgenden fünf Abschnitten orientieren.

1. Executive Summary

Investoren, egal ob Banken oder Geschäftspersonen, bekommen häufig regelmäßig Konzepte vorgelegt. Die Executive Summary bildet daher in vielen Fällen die wichtigste Entscheidungsgrundlage für sie, inwiefern sie überhaupt an einer weiteren Lektüre des Businessplans interessiert sind. Auf maximal drei Seiten fassen Sie hier alle Kernpunkte Ihrer zukünftigen Firma zusammen:

  • Kurzporträt über die Gründe
  • Marktbeschreibung
  • Umsatz- und Gewinnprognosen
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Finanzierungsbedarf

Wichtigstes Element bei diesem Abschnitt ist das Finden von knackigen und treffenden Formulierungen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, von Anfang an Ihre Stärken herauszuarbeiten.

2. Das Gründer- und Managementteam

Theoretisch ist zwar auch eine Gründung als Einzelner möglich, dennoch sind viele erfolgreiche Unternehmen häufig das Ergebnis von Teamarbeit an der Führungsspitze. Auf jeden Fall sollten Sie in diesem Abschnitt die Vorteile und Qualifikationen der Chefs vorstellen. Gehen Sie auf Ihr intellektuelles Kapital ein und stellen sie außerdem heraus, wie eventuell vorhandene Schwächen ausgeglichen werden: Entweder, indem einzelne Mitglieder Ihres Teams verschiedene Kernkompetenzen aufweisen oder aber durch den Einkauf von externem Know-how.

3. Markt- und Wettbewerbsanalyse

Hierbei handelt es sich häufig um den wohl zeitaufwendigsten Teil, da er eine Menge Recherche voraussetzt. Wenn Sie sich Informationen über Kennzahlen des Marktes einholen, achten Sie auf die Verlässlichkeit der Quellen. Stellen sich Ihre aufgeführten Daten als falsch heraus, wirft das ein schlechtes Licht auf das gesamte Vorhaben. Im Rahmen der Analyse sollten Sie darauf eingehen, wie groß Ihre anvisierte Zielgruppe und der damit in Verbindung stehende Markt ist. Natürlich macht es ebenso Sinn, einen kurzen Überblick über die Mitbewerber zu liefern.

4. Unternehmensstrategie und Ziele

Nachdem Sie eine umfangreiche Kenntnis über den Markt vorgelegt haben und sich Ihrer Zielgruppe im Klaren sind, steht der Abschnitt über Ihre Erfolgsstrategie an. Durch welche Mittel, Mitarbeiter und Methoden wollen Sie Kunden für sich gewinnen? Entscheidende Voraussetzung hierfür ist ein sinnvoller Einsatz Ihrer unternehmerischen Ressourcen, da diese erfahrungsgemäß am Anfang noch klein sind. Stellen Sie einen klaren und möglichst effizienten Weg zur Gewinnung von Marktanteilen dar, um auch Investoren von der Rentabilität zu überzeugen.

5. Der Finanzplan

Ohne eine finanzielle Unterstützung in Form von Startkapital scheitert jede noch so gute Idee. Marketing, Mitarbeiter und Produkte müssen von Vorneherein einmal bezahlt werden, bevor der Vertrieb starten kann. Logischerweise sollten Sie daher auch auf Ihren Finanzplan einen entsprechenden Fokus legen. Dieser gilt als wichtige Referenz für Verhandlungen mit Kreditgebern und Interessenten an einer Beteiligung. Kurzum geht es hier vor allem darum, den Verbrauch und die Generierung des Geldes aufzuführen. Anhand eines Plans von mindestens drei Jahren sollte dann ebenso klar sein, ab wann Sie den Break-Even-Point erreichen: Dies bezeichnet den Zeitpunkt, an dem Sie Gewinn machen. 

Wichtige Inhalte mit adäquatem äußerem Eindruck kombinieren 

Verbinden Sie diese inhaltlichen Punkte mit einem sachlichen und professionellem Schreibstil, einer klaren Gliederung und hochwertigem Material, dürfte Ihnen in der Regel ein ansprechender Businessplan gelingen. Die hierin geschilderten Ideen und Konzepte gilt es dann, in die Tat umzusetzen. Entsprechend eingesetzt hilft Ihnen der Businessplan also tatsächlich, Ihren Traum von der Selbstständigkeit zu verwirklichen.

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