+
Damit das Klima im Büro gut bleibt, sollte sich jeder an bestimmte Regeln halten.

Unter Kollegen

Frieden wahren dank Büro-Knigge

  • schließen

Am Arbeitsplatz treffen täglich viele unterschiedliche Menschen aufeinander. Schon Kleinigkeiten wie eine ranzige Kaffeemaschine können für Unmut sorgen. Mit diesen Regeln bleibt das Büro friedlich.

Ein Kollege streitet am Telefon mit seiner Freundin, der andere grüßt einfach nicht, der dritte schmatzt beim Essen: Am Arbeitsplatz droht Zündstoff an allen Ecken und Enden. Dabei kann eine „Büro-Etikette“ Wunder wirken.

Krach

Lärm und unangenehme Geräusche sorgen für viel Konfliktstoff - besonders im Großraumbüro. „Versuchen Sie leise zu telefonieren und verlassen Sie bei nicht-geschäftlichen Gesprächen das Büro“, empfehlen Personalexperten von best2business. Für die Eigenbeschallung mit Musik oder Videos seien Kopfhörer Pflicht.

Gegenseitige Rücksicht ist das Ah und Oh. Dazu gehört auch, nicht quer durch den Raum zu rufen. Auch Handygeklingel fällt vielen auf den Wecker, deswegen gilt: Vibrationsalarm anschalten!

Essen

Bei stark riechendem Essen wie Fisch, Käse oder Döner vergeht den Mitarbeitern am Nebentisch schnell der Appetit. Faustregel: Geruchsneutrale Lebensmittel sind okay. Dazu zählen etwa ein Apfel oder Müsliriegel.

Chaos im Büro

Schimmel in der Teetasse, Unordnung auf dem Schreibtisch - Messie-Verhalten sorgt für Unmut und erschwert die Zusammenarbeit. Deswegen raten Fachleute: Leere Flaschen regelmäßig entsorgen, mindestens einmal pro Woche das Altpapier wegbringen und die Kaffeemaschine so hinterlassen, dass der Nächste sie benutzen kann.

#image

Beim gemeinschaftlichen Kühlschrank kann auch ein öffentlicher Aushang wirken - klappt es nicht, sollte man das Thema ansprechen und möglichst konkrete Vorschläge machen („Jeder bekommt ein Fach und räumt es selbst auf“).

Körpergeruch

Müffelnde Kollegen können unangenehm sein - doch wie weist man sie am besten höflich auf das Problem hin? Experten raten zu klaren Worten und einem guten Timing, am besten kurz vor Feierabend. Dann muss sich der Betroffene nicht den ganzen Tag schämen. Wichtig ist eine behutsame Formulierung. So könnte man dem unangenehm Riechenden zunächst vermitteln, dass man ihn mag. Im Anschluss direkt das Thema Körpergeruch ansprechen - verknüpft mit der Bitte, mehr auf sich zu achten. Tabu sind Deo-Geschenke - der Bürostinker wird darauf eher beleidigt reagieren, so der Arbeitskreis Umgangsformen.

Vorsicht auch bei aufdringlichen Parfüms: Diese können den Menschen am Nebentisch Kopfschmerzen bereiten.

#gallery

Heizen und Lüften

Das Temperaturempfinden kann sehr unterschiedlich sein. Es gehört sich aber nicht, einfach das Fenster aufzureißen, wenn einem danach ist, warnen Experten. Auch hier heißt es, Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Im Zweifelsfall entscheidet die Mehrheit.

Nicht grüßen

Regel Nummer Eins: Sich vor dem Grüßen drücken geht nicht! Auch nicht, wenn man morgens schlecht gelaunt ist. Egal ob der Chef oder die Putzfrau, die Hierarchie sollte dabei keine Rolle spielen, sind sich Personalexperten einig. Allerdings gilt: Der Rangniedere begrüßt den Ranghöheren zuerst.

#image

Ist man gleichgestellt, sollte derjenige grüßen, der die andere Person zuerst gesehen hat. Vermeiden sollte man beim Grüßen möglichst das Wort „Mahlzeit“. Wer gegrüßt wird, antwortet am besten mit den gleichen Worten.

Duzen oder Siezen

Wie man sich anredet, hängt oft vom Stil oder der Kultur des Unternehmens ab. Ein Beispiel ist das Möbelhaus Ikea - hier gehört das „Du“ einfach dazu. Duzen sich alle Mitarbeiter, wird es schwierig, sich dem zu entziehen. „Keinesfalls sollte man aber unaufgefordert seine Kollegen spontan Duzen“, rät der Knigge. Stattdessen besser auf Signale warten, ob sie mit dieser Anrede einverstanden sind.

#textline

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion