Freche E-Mails an Kollegen: Keine fristlose Kündigung

Frankfurt/Main (dpa) - Freche E-Mails an Kollegen und Vorgesetzte rechtfertigen auch im Wiederholungsfall nicht unbedingt die fristlose Kündigung eines

Frankfurt/Main (dpa) - Freche E-Mails an Kollegen und Vorgesetzte rechtfertigen auch im Wiederholungsfall nicht unbedingt die fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers. Auf Empfehlung des Arbeitsgericht Frankfurt willigte deshalb ein Computerunternehmen in einen Vergleich ein.

Ein fristlos entlassener Vertriebsmanager wird demnach 115 000 Euro Abfindung erhalten. Der offenbar überarbeitete Manager hatte bis spät in die Nacht noch elektronische Mitteilungen an verschiedene Kollegen und Vorgesetzte geschickt, in denen er sich unter anderem über den Stil des Hauses und die fachlichen Fähigkeiten bestimmter Kollegen äußerte. Die Mitteilungen waren nach Feststellung des Gerichtes aber nicht beleidigend. Der Gerichtsvorsitzende zeigte sich skeptisch über die Wirksamkeit der fristlosen Kündigung. Ein respektloser, frecher Umgangston sei zwar nicht wünschenswert, zugleich aber kein Grund für die schärfste aller arbeitsrechtliche Sanktionen, die sofortige Entlassung.

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