Job fällt weg: Firma muss Mitarbeiter umschulen

Frankfurt/Main (dpa) - Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, Mitarbeitern vor einer möglichen betriebsbedingten Kündigung einen anderen Arbeitsplatz

Frankfurt/Main (dpa) - Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, Mitarbeitern vor einer möglichen betriebsbedingten Kündigung einen anderen Arbeitsplatz anzubieten und notfalls auch eine Umschulungsmaßnahme zu übernehmen.

Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter gaben damit der Klage eines Bankkaufmannes statt und erklärten die Kündigung des Arbeitnehmers für unwirksam (Az.: 17 Ca 1920/07).

Die Bank hatte die Kündigung des im Wertpapiergeschäft tätigen Mitarbeiters mit der Verlagerung der Abteilung aus Frankfurt begründet. Gleichzeitig lehnte sie es ab, den Angestellten auf einer anderen freien Stelle zu beschäftigen. Dafür seien die Qualifikationen des Mitarbeiters unzureichend, war der Standpunkt der Bank. Laut Urteil reicht eine solche pauschale Begründung nicht aus, um die Kündigung des seit 14 Jahren in der Wertpapierbranche tätig gewesenen Mitarbeiters zu rechtfertigen. Außerdem sei es für die Bank auch zumutbar, den Mitarbeiter für die neue Position umzuschulen oder ihm zumindest eine längere Einarbeitungsfrist zu gewähren, heißt es in der Entscheidung.

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