Mit einer Auswahl Krawatten zum Fototermin

Bewerbungsfotos sollten mit äußerster Sorgfalt erstellt werden

Von ANJA HEß

Frankfurt a. M. - Helmut G. muss sich nach acht Jahren Betriebszugehörigkeit nach einer neuen Arbeit umsehen. Das Bewerben fällt ihm daher etwas schwer. So geht es vielen, die im Bewerbung schreiben aus der Übung sind. Mit einer ordentlichen Bewerbung und einem professionellen Bild gelingt es leichter, die erste Hürde zu nehmen. Die Chancen auf eine Einladung steigen enorm, wenn dieser erste Eindruck stimmt.

Der erste Blick in einer Bewerbungsmappe fällt in der Regel auf das Bild. In Sekundenschnelle gelangen Personalschefs so zu einem Urteil: Der Bewerber wirkt sympathisch, unsympathisch, verschlossen oder freundlich. Wer mit seinem Bewerbungsbild einen positiven Eindruck vermittelt und zum Unternehmen passt, hat nach Aussagen vieler Bewerbungstrainer mehr Erfolg. Deshalb ist es empfehlenswert, den Unterlagen ein gutes Bild beizulegen. Aber wie sieht ein solches Bild eigentlich aus und was macht einen guten Fotografen aus? Die richtigen Antworten auf diese Fragen können die Entscheidung über eine Bewerbung positiv beeinflussen.

Kleidung je nach Branche

Zunächst sollten sich Bewerber genau überlegen, für welchen Beruf sie sich bewerben wollen. Eine Bank beispielsweise wünscht eher konservative Bilder, auf dem der Kandidat in Anzug und Krawatte zu sehen ist. Wer sich als Gärtner bewirbt, hat womöglich mehr Spielraum. Welche Kleidung für den Termin im Fotostudio geeignet ist, hängt von Job und Unternehmen ab und sollte daher bereits vorher mit dem Fotografen abgesprochen werden. Auf Kleinigkeiten kommt es an, wie der Spezialist für Bewerbungsfotos Manjit Jari betont: "Brillenträger sollten darauf achten, dass die Brille gerade sitzt, auch ein Friseurbesuch ist immer ratsam. Das Make-up darf für Schwarzweiß-Bilder etwas intensiver ausfallen, aber nicht schrill wirken. Lippenstift kann ruhig etwas stärker aufgetragen und bei Bedarf nachgezogen werden." Männer sollten übrigens eine große Auswahl an Krawatten mitbringen, da sich klein gemusterte Binder nicht immer gut fotografieren lassen. Ein guter Fotograf lässt sich daran erkennen, dass er sich für seine Kunden Zeit nimmt und im Vorgespräch klärt, wie er auf den Bildern wirken möchte. "Jeder Mensch ist gut fotografierbar," so Jari.Und das eben ist Aufgabe des Fotografen, dieses verborgene Potenzial des Menschen vor der Kamera auf den Film zu bringen. Das Format ist abhängig davon, wo das Bild in der Bewerbung untergebracht ist: Auf dem Deckblatt empfiehlt sich ein größeres Bildformat von fünf mal zehn Zentimetern. Rechts oben in der Ecke sollte es dagegen nicht größer als fünf mal sieben Zentimeter sein. Bereits nach zwei Jahren haben Bilder das Zeitliche gesegnet, danach sind neue fällig: Das Unternehmen möchte schließlich ein aktuelles Bild des potenziellen Kandidaten sehen.

www.manjit-jari.de

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