Vom eigenen Büro hält der britische Boss nichts

Leben und Arbeiten im Ausland: Wer die Lebensgewohnheiten des eigenen Landes kennt, kommt mit fremden Sitten besser zurecht

Frankfurt a. M. - Herbert M. arbeitet in der IT-Abteilung einer Frankfurter Bank zusammen mit deutschen, französischen und spanischen Kollegen. John Smith, ein Manager aus Großbritannien, wird neuer Abteilungsleiter. Die Vielfalt an Kulturen bietet Chancen, aber auch viele Stolpersteine. Jeder sieht die Welt zunächst durch seine eigene kulturelle Brille.

In einer deutsch geprägten Welt dreht sich vieles um Strukturen, Planung, Leitlinien und Details. Großer Aufwand wird betrieben, um Unsicherheiten zu vermeiden. Unerwartetes wird oft als riskant eingestuft. Bei den Franzosen ist jedoch das Gegenteil der Fall: Die Würze liegt in den Veränderungen und neuen Herausforderungen. Der deutsche Manager sitzt im eigenen Büro. Von ihm werden Fachkompetenz, klare Zielvorgaben und detaillierte Anweisungen erwartet. Der Brite, John Smith, wird mitten in seinem Team sitzen wollen, nur die grobe Strategie vorgeben und Fachkompetenz von seinen Mitarbeitern erwarten.

Hier zu Lande übliche Grundsatzdiskussionen werden von Ausländern oft als langwierig wahrgenommen. Diese Gegensätze verdeutlichen, dass es unerlässlich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen ist, sich die kulturellen Unterschiede bewusst zu machen. Und das beginnt damit, sich mit der eigenen Gesellschaft, ihren Brauchtümern und ihrem Geschäftsgebaren auseinander zu setzen.

Dank detaillierter Strukturen und klaren Abläufen ist der Umzug nach Deutschland unkompliziert: Eine Kopie vom Pass, die Bestätigung vom Arbeitgeber, die polizeiliche Anmeldung, die richtigen Frachtpapiere und ein erfahrener Spediteur reichen in der Regel aus, um eine zoll- und steuerfreie Einfuhr des Umzugsguts zu organisieren. Das trifft für ausländische Mitarbeiter (Expatriates) genauso wie für Deutsche zu, die nach einem Auslandsaufenthalt in die Heimat zurückkehren. Für beide Gruppen gilt: Die Integration kann nur reibungslos laufen, wenn fachmännische Vorbereitungsmaßnahmen getroffen wurden.

Vielen deutschen Rückkehrern fällt die Eingewöhnung in der Heimat schwer: Die eigene Kultur und der Alltag bieten nicht genügend Herausforderung, die ehemaligen Kontakte haben an Qualität verloren, der eigene Entwicklungsschub kann nicht produktiv integriert werden. Deshalb sollten Entsandte dieser Entfremdung unbedingt schon während ihres Auslandsaufenthaltes entgegenwirken und den Kontakt zur Heimat aufrecht erhalten. ims / KulturAdvantage

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