Bezahlen für Bildung?

Drei von vier Studenten sind gegen Studiengebühren

Die deutschen Studenten sprechen sich zunehmend gegen Studiengebühren aus. Rund drei Viertel (72 Prozent) fordern laut einer Studie eine Abschaffung der Gebühren - im vergangenen Jahr waren es erst zwei Drittel (66 Prozent).

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Universität Hohenheim in Stuttgart, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Besonders kritisch äußern sich aktuell die Studenten in Niedersachsen und Bayern - den einzigen beiden Ländern, die an den Studiengebühren festhalten wollen. In Niedersachsen fordern 82 Prozent der Hochschüler den Gebührenstopp, in Bayern sind es 74 Prozent.

Dabei denken die deutschen Studenten durchaus, dass die Studiengebühren vernünftig ausgegeben werden. Hatten die Studenten die Verwendung der Mittel im Jahr 2007 noch mit einem "mangelhaft" (4,55) bewertet, vergeben sie heute auf der Notenskala den Wert 3,74. Auf die Akzeptanz der Studiengebühren wirkt sich das jedoch nicht aus.

Fast zwei Drittel (62 Prozent) der befragten Studenten haben angeben, dass sie ausreichend von der Uni über den Verbleib der Gelder informiert werden. 2007 haben das nur 15 Prozent so empfunden. Für die Studie sind jeweils 10 000 Studenten befragt worden. (dpa/tmn)

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