Damit die Angst uns nicht lähmt

Yoga für Berufstätige Teil 10 / Meditation gibt die Kraft, sich den eigenen Zukunftssorgen zu stellen

Von DAGMAR VÖLPEL UND ULRIKE REICHE

Der indische Yogameister Yogi Bhajan mahnte seine Schüler: "Drei Mantras solltest Du nie sagen: Ich kann nicht. Ich weiß nicht. Ich bin noch nicht soweit."

Damit wollte er deutlich machen, dass in uns mehr Potenzial liegt, als wir uns a priori zutrauen. Nichtsdestotrotz ist es klug und sinnvoll, sich ein Bild von dem zu machen, was uns erwartet, bevor wir Neues wagen. Die dabei aufsteigende Angst will uns davor warnen, Risiken einzugehen, die uns ernsthaft gefährden können. Sie erinnert uns daran, die notwendigen Prüfungen vorzunehmen, damit wir nicht blind in unser Unglück oder gar "ins offene Messer" rennen.

Werden wir jedoch dauerhaft von Ängsten geplagt, bleiben wir wie angenagelt dort stehen, wo wir eigentlich weg wollen oder müssen. Wenn jemand von Angst beherrscht wird, wird er von notwendigen Handlungen absehen - dann hindert und schadet Angst.

Es ist wichtig, sich seiner Ängste und Sorgen bewusst zu sein und zu überprüfen, wie real sie wirklich sind. Oft werden wir feststellen, dass unsere Ängste auf vergangenen Erfahrungen beruhen. Es gleicht jedoch keine Situation der anderen vollkommen. Erfahrungen der Vergangenheit müssen sich nicht zwangsläufig wiederholen. In solchen Fällen ist es wichtig, sich von überzogen sorgenvollen Gefühlen und Gedanken zu verabschieden, um handlungsfähig zu bleiben und neue Erfahrungen zuzulassen.

Angst wird nämlich dann kleiner, wenn wir sie konfrontieren und uns genau in die Situation hineinbegeben, die uns am meisten Angst macht.

Folgende Meditation hilft dabei, diese Situationen zu meistern:

Setzen Sie sich in den Schneidersitz. Die linke Hand ruht mit dem Handrücken in der rechten Hand. Der rechte Daumen liegt in der Handfläche der linken Hand und der linke Daumen kreuzt ihn. Die Finger der rechten Hand umschließen die Außenseite der linken und halten sie sanft. Indem Sie Ihre Hände in dieser Weise halten, geben Sie sich ein sicheres, friedvolles Gefühl. Halten Sie diese Mudra vor Ihrem Herzen, die Handinnenflächen an der Brust ruhend. Meditieren Sie schweigend zu dem Mantra "Dhan, Dhan, Ram Das Guru". Beginnen Sie mit sieben Minuten und steigern auf elf. Zum Schluss atmen Sie tief ein und aus und entspannen.

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