Lernprozess

Für Bildung sind Schulen, Betriebe und Familie verantwortlich

Junge Menschen brauchen Vorbilder. Und die finden Sie nicht unbedingt im Familienumfeld. Dennoch sind die meisten Deutschen davon überzeugt, das unsere Gesellschaft es möglich macht, für das Leben zu lernen. Und die meisten haben das in der eigenen Ausbildung so erfahren.

Über 80 Prozent der Deutschen sind sich einig: Unsere Gesellschaft ermöglicht uns, für das Leben zu lernen. Drei Viertel der Befragten haben das schon während ihrer Schulzeit oder in der Ausbildung erkannt. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Gesellschaft für Konsum in Nürnberg aktuell für die SOS-Kinderdorf-Stiftung unter knapp 1.000 Personen durchgeführt hat.

Ist die Qualität der Ausbildung schlecht?

Die Qualität des Lernens ist durch diese Zahl allerdings noch nicht bewertet. Sie wird, wie die Studie weiter verrät, durchaus angezweifelt: 40 Prozent der Deutschen finden, dass sich der Grad und die Qualität der Ausbildung der jungen Leute in den letzten fünf Jahren verschlechtert haben. Ihnen fehlen vor allem Vorbilder und Perspektiven. Für 31 Prozent sind sie gleich geblieben, haben sich also auch nicht verbessert.

Doch wer ist für Bildung und Ausbildung verantwortlich? Nach Meinung der Deutschen vor allem die Schule und andere Bildungseinrichtungen (82 Prozent), Betriebe (69 Prozent) und die Familie (80 Prozent).

Vorbilder spielen eine wichtige Rolle

Junge Menschen brauchen Vorbilder, sagen 52 Prozent. Viele von ihnen finden diese nicht innerhalb der Familie.  Die Nähe zur eigenen Ausbildung scheint ein entscheidender Antrieb zu sein, sich für die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen: Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass vor allem jüngere Menschen hierzu bereit sind - bei den 14- bis 49-Jährigen sind es um die 60 Prozent, während es bei den 50- bis über 70-Jährigen nur noch 36 bis 54 Prozent sind, mit zunehmendem Alter absteigend. Die meisten von ihnen denken hierbei an ehrenamtliches Engagement. (red)

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