Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Für viele überflüssig

Jobsuche im Jahr 2022: Brauchen Bewerber noch ein Anschreiben?

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
    schließen

Lange galt eine Bewerbung erst als vollständig, wenn ein aussagekräftiges Anschreiben den Unterlagen beilag. Viele Unternehmen verzichten inzwischen darauf.

Viele Bewerber wird es freuen: Das Anschreiben stirbt langsam, aber sicher aus. Nur noch jedes fünfte DAX 40-Unternehmen fordert bei der Online-Bewerbung noch ein Anschreiben. Das hat eine Untersuchung der Recruiting-Plattform Taledo ergeben. Für die Studie wurden die geforderten Bewerbungsunterlagen und -angaben bei Online-Bewerbungen für IT-Fachkräfte der DAX 40-Unternehmen sowie der 50 höchstfinanzierten Start-ups Deutschlands untersucht.

Bewerbungsunterlagen 2022: Die meisten Unternehmen verzichten auf Anschreiben

Gerade bei großen Konzernen verfestigt sich der Trend, bei der Bewerbersuche auf das Anschreiben zu verzichten. So verlangten im Januar 2021 nur noch 18 Prozent der DAX 40-Unternehmen ein Anschreiben bei Online-Bewerbungen, zum Jahresende ist dieser Wert laut Taledo leicht auf 20 Prozent gestiegen. Der Energieversorgungskonzern RWE sowie Autohersteller Porsche und Daimler bestehen nach wie vor auf ein Anschreiben. Bei Siemens, der Deutschen Post und Adidas können Motivationsschreiben zumindest nur noch optional einer Bewerbung beigefügt werden.

Auch die meisten Startups setzen bei den Bewerbungsunterlagen andere Prioritäten. Zwar können bei 97 Prozent der untersuchten Start-ups Motivationsschreiben der Bewerbung beigefügt werden, doch nur bei rund 9 Prozent ist dies eine Pflichtangabe.

Lesen Sie auch: Bewerbung: Wie gebe ich meine Gehaltsvorstellung richtig an?

Ausführliche Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen kosten Personaler oft nötig Zeit.

Zeugnisse bei der Bewerbung – für Startups immer unbedeutender

Nicht nur das Anschreiben wird immer unbeliebter – auch auf Zeugnisse scheinen immer mehr Arbeitgeber verzichten zu können. Viele Start-ups nehmen auch die Zeugnisse aus den Pflichtangaben ihrer Online-Bewerbungsformulare. Lediglich eines der untersuchten Start-ups fordert Taledo zufolge noch Zeugnisse, weitere 13 Start-ups geben die Option zum Hinzufügen zur Bewerbung. Und nur noch 12,5 Prozent der Großkonzerne bestehen weiterhin auf das Hochladen der Zeugnisse für ihre Online-Bewerbungen.

Der Trend zum einfachen Bewerbungsverfahren hat für alle Beteiligten etwas Gutes. „Deutschlands Unternehmen erkennen immer mehr, dass traditionelle Bewerbungsverfahren keinen Platz im heutigen Arbeitsmarkt haben”, erklärt Mengühan Ünver, Gründer und COO von Taledo. „Bewerber wie auch Personalabteilung ziehen schnelle, einfache und effiziente Bewerbungsprozesse vor.”

Auch interessant: Keine Antwort auf die Bewerbung erhalten? Welche Gründe dahinter stecken – und was zu tun ist.

Bewerbung 2022: Lebenslauf bleibt wichtigstes Dokument

Wie können Bewerber dann noch bei der Jobsuche glänzen? Natürlich mit einem erstklassigen Lebenslauf. Der Curriculum Vitae (CV) bleibt nach wie vor das wichtigste Dokument der Bewerbungsunterlagen. 90 Prozent der Großunternehmen und 80,43 Prozent der Start-ups beharren auf einen Lebenslauf – ohne das Dokument kann die Bewerbung nicht eingereicht werden. Hier sollten Bewerber also wirklich Herzblut hineinstecken, um Personaler zu überzeugen. Mit diesen Tipps gelingt Ihnen ein überzeugender Lebenslauf, der im Gedächtnis bleibt. (as)

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare