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Jobabsage, weil er keinen „flinken Frauenhände“ hatte – diesen Grund lies sich ein Bewerber nicht gefallen.
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Jobabsage, weil er keinen „flinken Frauenhände“ hatte – diesen Grund ließ sich ein Bewerber nicht gefallen. (Symbolbild)

Prozess

Bewerber (40) verklagt Firma wegen ungewöhnlicher Jobabsage – „Gehört auf die Finger gehauen“

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Die Begründung einer Jobabsage sorgt für Streit vor Gericht: Ein Mann hatte sich diskriminiert gefühlt, weil er laut Arbeitgeber „keine flinken Frauenfinger“ hätte.

Als sich Erkan Dinar, Politiker der Linken, im April dieses Jahres bei einer Firma bewarb, hatte er wohl mit allem gerechnet, auch mit einer Jobabsage. Doch nicht mit der Begründung, die darauf folgen sollte.

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Jobabsage kam am selben Tag per E-Mail

Der 40-jährige Einzelhandelskaufmann, der laut eines Berichts von Bild.de als Schichtarbeiter tätig ist, suchte damals dringend einen Job. Also bewarb er sich bei „Rietze Automodelle“ in Altdorf als „Bestücker für Digitaldruckmaschinen“. Noch am selben Tag kam jedoch die Absage von Chefin Roswitha Rietze (67) per E-Mail. Doch die Begründung schockierte ihn: „Unsere sehr kleinen, filigranen Teile sind eher etwas für flinke Frauenhände“, stand dort geschrieben. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie für diese Stelle nicht in Frage kommen.“

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Bewerber wütend über Jobabsage

 „In Deutschland gehört diskriminierenden Firmen auf die Finger gehauen“, wettert Dinar bei Bild.de. „Man liest öfters von Diskriminierung bei Frauen. Ich hätte nie erwartet, dem irgendwann ausgesetzt zu sein.“

Der geschasste Bewerber nahm sich sogleich eine Anwältin. Gegen ein Schmerzensgeld von drei Monatsgehältern, mindestens aber 8.000 Euro, wollte er von einer Klage absehen. Doch die Firmenchefin lehnte ab: „Ich wollte niemanden beleidigen oder diskriminieren. Es war ein bildlicher Ausdruck, dass man dazu sehr feine Finger braucht“, erklärt sich Rietze gegenüber Bild.de. So landete der Fall vor dem Nürnberger Arbeitsgericht.

Die Richter waren von der Begründung der Firmenchefin jedoch wenig überzeugt: Laut Gericht liegt eine strafbewerte „Diskriminierung“ vor, und verdonnerte das Unternehmen zu einer Zahlung von etwa zwei Monatsgehältern (zirka 3.000 Euro brutto), die Dinar bei Anstellung bekommen hätte. Dem Anwalt war dieser Betrag laut eines weiteren Bild-Berichts zu hoch – der Prozess geht Ende Oktober weiter. (as)

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Sieben Tipps, wie Sie im Job gleich viel sympathischer wirken

Eigenschaft Nr. 1 - Authentizität: Je authentischer Sie von anderen wahrgenommen werden, desto sympathischer wirken Sie. Sie müssen sich also nicht verstellen - geben Sie sich einfach so, wie Sie sind und bleiben Sie gelassen.
Eigenschaft Nr. 1 - Authentizität: Je authentischer Sie von anderen wahrgenommen werden, desto sympathischer wirken Sie. Sie müssen sich also nicht verstellen - geben Sie sich einfach so, wie Sie sind und bleiben Sie gelassen. © pixabay
Eigenschaft Nr. 2 - Ehrlichkeit: Wenn Sie anderen gegenüber ehrlich sind, können Sie andere besser einschätzen. Das ganze ist auch die Basis für den nächsten Punkt...
Eigenschaft Nr. 2 - Ehrlichkeit: Wenn Sie anderen gegenüber ehrlich sind, können Sie andere besser einschätzen. Das ganze ist auch die Basis für den nächsten Punkt... © pixabay
Eigenschaft Nr. 3 - Vertrauenswürdigkeit: Je mehr wir einem Menschen vertrauen, um so netter finden wir ihn auch.
Eigenschaft Nr. 3 - Vertrauenswürdigkeit: Je mehr wir einem Menschen vertrauen, um so netter finden wir ihn auch. © iStock / AndreyPopov
Eigenschaft Nr. 4 - Kritikfähigkeit: Wer bei der kleinsten Kritik sofort ausflippt, stellt sich nicht gut mit Chefs und Kollegen. Andersherum wirken Sie gleich viel sympathischer, wenn Sie Kritik an Ihrer Arbeit gelassen annehmen. Dasselbe gilt auch für von Ihnen geäußerste Kritik: Diese sollte immer sachlich auf die Arbeit, nicht auf die Person abzielen. "Sie Depp!" kommt also nicht gut an.
Eigenschaft Nr. 4 - Kritikfähigkeit: Wer bei der kleinsten Kritik sofort ausflippt, stellt sich nicht gut mit Chefs und Kollegen. Andersherum wirken Sie gleich viel sympathischer, wenn Sie Kritik an Ihrer Arbeit gelassen annehmen. Dasselbe gilt auch für von Ihnen geäußerste Kritik: Diese sollte immer sachlich auf die Arbeit, nicht auf die Person abzielen. "Sie Depp!" kommt also nicht gut an. © pixabay
Eigenschaft Nr. 5 - Namensgedächtnis: Merken Sie sich die Namen Ihrer Kunden und sprechen Sie sie mit Namen an. Das schmeichelt ihnen und Sie werden sehen, dass die Geschäfte gleich viel besser laufen.
Eigenschaft Nr. 5 - Namensgedächtnis: Merken Sie sich die Namen Ihrer Kunden und sprechen Sie sie mit Namen an. Das schmeichelt ihnen und Sie werden sehen, dass die Geschäfte gleich viel besser laufen. © pixabay
Eigenschaft Nr. 6 - Toleranz:Gegenseitiges tolerantes Verhalten macht Sympathie erst möglich. Respektieren Sie also Ihren Gegenüber und seine Sicht der Dinge.
Eigenschaft Nr. 6 - Toleranz: Gegenseitiges tolerantes Verhalten macht Sympathie erst möglich. Respektieren Sie also Ihren Gegenüber und seine Sicht der Dinge. © pixabay
Eigenschaft Nr. 7 - Zuhören: Legen Sie Ihr Smartphone bei Seite und hören Sie Ihrem Kollegen aufmerksam zu. In dem Sie sich zurücknehmen und seinen Problemen Aufmerksamkeit schenken, machen Sie sich gleich sympathisch.
Eigenschaft Nr. 7 - Zuhören: Legen Sie Ihr Smartphone bei Seite und hören Sie Ihrem Kollegen aufmerksam zu. In dem Sie sich zurücknehmen und seinen Problemen Aufmerksamkeit schenken, machen Sie sich gleich sympathisch. © pexels

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