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Auslaufmodell: Die zwei-jährige Berufsausbildung zum Kfz-Servicemechaniker erfolgt bis zum 31. Juli 2013 auf Probe.

Kfz Service-Mechaniker

Betriebe räumen Ausbildungsberuf wenig Chancen ein

Dem 2004 geschaffenen zweijährigen Ausbildungsberuf Kfz-Servicemechaniker werden von dem ausbildenden Betrieben kaum Zukunftschancen eingeräumt. Deshalb soll er als eigenständiger Ausbildungsberuf nicht weiter fortbestehen. Experten plädieren dafür, ihn in den dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf des Kfz-Mechatronikers zu integrieren.

Der Vorschlag die Ausbildung zum Kfz-Servicemechaniker in die zum Kfz-Mechatroniker zu integrieren, ist das Ergebnis einer Evaluation des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die das BIBB gemeinsam mit dem Institut Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB) und dem Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik der Universität Flensburg (BIAT) durchgeführt hat.

High-Tech braucht Mechatroniker

Betriebe, die sich zwar prinzipiell vorstellen können, Kfz-Servicemechaniker zu beschäftigen, so ein Ergebnis der Studie, sind der Auffassung, dass eine zweijährige Ausbildung im Kfz-Bereich für das "High-Tech-Produkt Auto" nicht ausreicht. Auch ein nennenswerter Bedarf an Beschäftigten mit der Qualifikation Kfz-Servicemechaniker war nicht nachweisbar. Die Ergebnisse deuten vielmehr auf einen Bedarf an höherwertigen Qualifikationen hin.

Daher sei eine Neustrukturierung des Ausbildungsberufs zum Kfz-Mechatroniker sinnvoll, in den zum Beispiel eine spezielle Servicevariante als Fachrichtung, Schwerpunkt oder Einsatzgebiet in die Ausbildungsordnung integriert werden könnte. Über eine mögliche Neuausrichtung des Kfz-Mechatronikers müssen die beteiligten Bundesministerien und die Sozialpartner abschließend entscheiden.

Auslaufmodell Kfz-Servicemechaniker

Die bis Juli 2013 zur Erprobung angelegte zweijährige Berufsausbildung als Kfz-Servicemechaniker war mit dem Ziel eingeführt worden, "eher praktisch begabten" Jugendlichen ein zusätzliches Ausbildungsangebot im Kfz-Bereich zu eröffnen. Am 31. Dezember 2009 befanden sich rund 3.400 Jugendliche in dieser Ausbildung, wobei ein vergleichsweise sehr hoher Anteil von 44 Prozent der Ausbildungsplätze in außerbetrieblichen Einrichtungen angesiedelt war. Rund 79 Prozent der Jugendlichen in diesem Ausbildungsberuf haben höchstens einen Hauptschulabschluss; maximal 36 Prozent der Absolventen führen ihre Ausbildung anschließend in einem drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf fort.
Die Kfz-Branche hat eine große Bedeutung für die duale Berufsausbildung in Deutschland. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Auszubildenden in beiden Kfz-Berufen auf rund 70.000. (red)

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