Belohnungen motivieren nur bedingt

Belohnungen motivieren im Job nur bedingt. Denn ein äußerer Anreiz geht auf Kosten der inneren Motivation, wie der Psychologe Thomas Augspurger aus Frankfurt erläutert.

Frankfurt/Main. Belohnungen motivieren im Job nur bedingt. Denn ein äußerer Anreiz geht auf Kosten der inneren Motivation, wie der Psychologe Thomas Augspurger aus Frankfurt erläutert.

So gehe der Spaß an der Aufgabe verloren, wenn sich bei der Arbeit alles nur noch um das Erreichen von Bonuszahlungen dreht, sagt Augspurger. Ein solcher Bonus gelte heute zwar als "Universalverstärker" in Unternehmen. Dieser "Reiz-Reaktion-Ansatz" greift aber zu kurz. Denn wenn man einem Esel eine Karotte vor die Nase hält, bringt man ihn immer nur kurz zum Laufen. Weiter kommt man, wenn er sich von selbst in Bewegung setzt.

Bei der Suche nach wirksamen Motivationshilfen gehe es daher nicht darum, Menschen zu veranlassen, Handlungen auch gegen ihren Willen zu tun, erläutert der Coach im "Personalmagazin" (Ausgabe 10/2010). Denn langfristig sei es kaum möglich, Mitarbeiter zu etwas zu motivieren, das ihnen nicht liegt. Da nicht jeder seinen Traumjob hat, heißt das: Vorgesetzte können Beschäftigte in der Regel nur begrenzt motivieren. Sie können Augspurger zufolge aber immerhin versuchen, Mitarbeiter nicht zu demotivieren. Dazu gehöre etwa, dass sie klare Anweisungen und Feedback geben sowie zur Weiterentwicklung eines Mitarbeiters beitragen. (dpa/tmn)

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